Was zahlt die Krankenkasse bei Adipositas?

Veröffentlicht von Oviva · November 27, 2022

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Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Adipositas-Therapie durch die Krankenkasse übernommen. Welche Voraussetzungen das sind, erfahren Sie hier. Mit der Oviva App ist eine Kostenübernahme zu 100 % möglich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Adipositas-Therapie wird unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise von den Krankenkassen übernommen.
  • Kostenübernahmen durch die Krankenkasse sind möglich. Vor Antritt der Behandlung sollten Sie bei Ihrer Krankenkasse anfragen.
  • Eine Adipositas-Therapie Oviva Direkt wird ab einem BMI von 30 von den Krankenkassen übernommen.

Was zahlt die Krankenkasse bei Adipositas?

Von Fettleibigkeit oder Adipositas sprechen Mediziner*innen, wenn sich viel Fettgewebe im Körper angesammelt hat. Adipositas kann schwerwiegende Folgen haben. So kann es zu Folgeerscheinungen, wie Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. Eine Gewichtsabnahme ist in jedem Fall ratsam. Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Adipositas-Therapie oder -Beratung von der Krankenkasse übernommen.

In Deutschland sind laut Erhebungen des Robert Koch Instituts 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig. 23 % der Männer und 24 % der Frauen sind stark übergewichtig und gelten als adipös. Oftmals ist Adipositas für die Betroffenen selbst ein großes Problem. Sie fühlen sich in ihrem Wohlbefinden und ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Es ist möglich, dass die Kosten für eine Adipositas-Behandlung von der Krankenkasse übernommen werden. Erfahren Sie hier, welche Voraussetzungen zur Hilfe bei Adipositas erfüllt sein müssen und ob die Krankenkasse die Kosten der Ernährungsberatung übernimmt.

Welche Adipositas-Therapien bezahlt die Krankenkasse?

Die Adipositas-Therapie wird von der Krankenkasse unter bestimmten Bedingungen übernommen. Es muss erst einmal eine so genannte Fettleibigkeit vorliegen. Laut der Weltgesundheitsorganisation liegt eine Adipositas ab einem Bodymassindex (BMI) von 30 vor. Unterteilt wird die Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit in mehrere Grade

  • Adipositas Grad 1: BMI 30 bis 34,9
  • Adipositas Grad 2: BMI 35 bis 39,9
  • Adipositas Grad 3: BMI 40 und darüber

Wenn Sie Ihren BMI nicht kennen, können Sie diesen schnell und einfach mit dem BMI Rechner ermitteln. Bei Adipositas Grad 1 und Adipositas Grad 2 kann die Krankenkasse verschiedene Behandlungen übernehmen. So werden die Kosten für folgende Maßnahmen ganz oder teilweise von den Krankenkassen getragen: 

  • Adipositas-Therapie, wie beispielsweise von Oviva
  • Bewegungstherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Kur
  • Digitale Adipositas-Therapie, zum Beispiel von Oviva

Bei einer Adipositas Grad 3 kann die Krankenkasse die Kosten für eine Ernährungsberatung übernehmen, aber auch die Kosten für eine Operation tragen. Hier muss im Einzelfall geklärt werden, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind.

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Voraussetzungen für die Kostenübernahme einer Adipositas-Therapie

Wer beim Abnehmen Hilfe von der Krankenkasse erwartet, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Voraussetzung für die Übernahme einer Adipositas-Behandlung durch die Krankenkasse ist eine Notwendigkeitsbescheinigung. Hierbei handelt es sich um eine Art Rezept, das Ärzt*innen bei entsprechender Diagnose ausstellen können. 

Diese Notwendigkeitsbescheinigung wird in der Regel erst ab einem BMI von 30 ausgestellt. Liegt der BMI darunter, sind aber bereits Begleiterkrankungen aufgetreten, kann ärztliches Fachpersonal die Notwendigkeit einer Adipositas-Therapie ebenfalls bescheinigen. Solche Begleiterkrankungen können beispielsweise eine Insulinresistenz, Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder eine Fettleber sein. In der folgenden Anmeldung unterstützen wir Sie dabei, ein Rezept anzufordern – entweder bei Ihrer Hausarztpraxis oder bequem online.

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Wie hoch ist die Krankenkassenunterstützung für eine Adipositas-Behandlung?     

Von einer persönlichen Ernährungsberatung können viele Menschen profitieren. Insbesondere Menschen mit der Diagnose Adipositas können durch eine Ernährungsberatung viel für ihr Wohlbefinden tun. Was viele nicht wissen, ist, dass eine Kostenübernahme bei Ernährungstherapie möglich ist. Besteht die medizinische Notwendigkeit einer Ernährungstherapie, so übernimmt die Krankenkasse bei Adipositas die Kosten ganz oder teilweise. 

Wie hoch diese finanzielle Unterstützung bei Adipositas durch die Krankenkasse ausfällt, ist jedoch unterschiedlich. Hier ist es wichtig, vorab bei der Krankenkasse nachzufragen, ob finanzielle Hilfe bei Adipositas angeboten wird. Dies gilt für gesetzliche Krankenkassen sowie für private. 

Oftmals liegt es im Interesse der Krankenkassen selbst, präventiv zu handeln und in die Gesundheit der Mitglieder zu investieren. Adipositas ist häufig mit vielen Folge- und Begleiterkrankungen verbunden. Diese Erkrankungen zu behandeln, kostet die Krankenkassen oftmals mehr Geld als präventive Maßnahmen. Aus diesem Grund sind die Krankenkassen bereit, eine Ernährungsberatung bei Adipositas zu bezuschussen.

Wichtig zu wissen: Bezuschusst werden nur zertifizierte Ernährungsberatungen. Hier werden je nach Krankenkasse 30 bis 100 % der Kosten übernommen. Im Schnitt übernehmen die Krankenkassen 80 bis 85 % der Kosten, die bei Personen über 18 Jahren anfallen. Ist man von Zuzahlungen befreit oder noch keine 18 Jahre alt, können bis zu 100 % der Kosten übernommen werden. Allerdings werden die Kosten nur bis zum jeweiligen Maximalbetrag der Krankenkasse getragen. Das heißt, es kann ein Eigenanteil übrig bleiben.      

Vor der ersten Ernährungsberatung holen Sie sich am besten eine Notwendigkeitsbescheinigung und fragen bei Ihrer Krankenkasse nach, ob die Kosten übernommen werden. 

Freundliche Ernährungsberaterin in einem Patientengespräch

Geprüft durch:

Veronika Albers

Veronika Albers ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als zertifizierte Ernährungsberaterin (VFED) bei Oviva. Sie glaubt an das hybride Ernährungsberatungsmodell – persönliche Beratung mit technischer Unterstützung der Oviva App.

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