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Pickwick-Syndrom: Ursachen, Folgen und Behandlung

Veröffentlicht von Oviva · August 31, 2022

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Wenn der Nachtschlaf zu keiner Erholung führt, kann das am Pickwick-Syndrom liegen. Dies ist auch als Schlafapnoe bekannt. Eine Ernährungstherapie wie bei Oviva kann Betroffenen helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Pickwick-Syndrom: Die Ursache ist meistens starkes Übergewicht. Es entwickelt sich eine Atemschwäche, weil die Atemwege durch Fettgewebe eingeengt werden. 
  • Symptome und Behandlung: Das Syndrom äußert sich in Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit und Atemproblemen während des Schlafens.
  • Prävention und Vorsorge: Das Pickwick-Syndrom lässt sich vermeiden, indem starkes Übergewicht reduziert bzw. diesem vorgebeugt wird. Schon vor der Entstehung einer solchen Einschränkung gibt es die Möglichkeit, sich ein Rezept für eine Ernährungstherapie ausstellen zu lassen.

Definition: Was ist das Pickwick-Syndrom? 

Das Pickwick-Syndrom ist eine besondere Form der Atemschwäche. Es wird auch als Adipositas-Hypoventilationssyndrom bezeichnet (weitere Synonyme sind: Obesitas-Hypoventilationssyndrom bzw. kardiopulmonales Syndrom der Adipösen). Die Beeinträchtigung betrifft hauptsächlich Menschen mit ausgeprägter Adipositas. Sie äußert sich durch Atemregulationsstörungen während des Schlafens. Sie ist zudem häufig verbunden mit übermäßiger Tagesmüdigkeit, morgendlichen Kopfschmerzen und depressiver Verstimmung. 

Bin ich vom Pickwick-Syndrom betroffen?

Ob Sie vom Pickwick-Syndrom betroffen sind, kann Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt durch Erhebung der Krankengeschichte und körperliche Untersuchungen feststellen. Dabei wird in der Regel eine arterielle Blutgasanalyse (BGA) durchgeführt. So können Störungen der Atmung und ein etwaiger Sauerstoffmangel festgestellt werden. Menschen mit Pickwick-Syndrom weisen häufig eine vermehrte Anzahl roter Blutkörperchen auf, zudem kann der Anteil an Kohlendioxid im Blut erhöht sein.

Pickwick-Syndrom Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Typische Symptome, Beschwerden und Anzeichen für das Pickwick-Syndrom sind Kurzatmigkeit, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen beim Erwachen und übermäßige Tagesmüdigkeit. Außerdem machen sich Beschwerden häufig auch nachts bemerkbar. Menschen verschiedener Adipositas Grade sind gefährdet, diese Beeinträchtigung zu entwickeln, da übermäßiges Fettgewebe die normale Atmung einschränkt.

Dabei werden die Atemwege vom umliegenden Gewebe eingeengt und die Zwerchfelle nach oben gedrückt. Das führt zu einer verminderten Belüftung der Lungenbläschen, wodurch ein Sauerstoffmangel auftritt und die Kohlendioxid-Konzentration ansteigt. Das Syndrom ist oft mit verschiedenen Begleit- und Folgeerkrankungen wie obstruktiver Schlafapnoe oder Bluthochdruck verbunden.

Im schlimmsten Fall kann die gestörte Atemregulation zu einem nächtlichen Atemstillstand führen. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand. Wenn das Gesicht nach dem Aufstehen bläulich verfärbt ist, kann das ein Hinweis auf ein fortgeschrittenes Stadium des Pickwick-Syndroms sein. In solchen Fällen sollten Sie direkt Ihren Arzt oder Ärztin kontaktieren.

Behandlung und Therapie des Pickwick-Syndroms

Zur Behandlung und Therapie des Pickwick-Syndroms ist insbesondere eine nachhaltige Gewichtsreduktion wichtig. Auf diese Weise können auch die Auswirkungen und Risiken von Folgeerkrankungen gemindert werden. Das behandelnde ärztliche Team kann bei Vorliegen des Pickwick-Syndroms eine Verordnung zur Therapie von starkem Übergewicht ausstellen, die bei Oviva einlösbar ist. Das heißt: Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Ernährungstherapie.

Dank der App-begleiteten Ernährungstherapie können Sie die Intervention bequem in Ihren Alltag integrieren und erhalten professionelle, persönliche Unterstützung durch geschulte Ernährungsfachkräfte. Der Oviva-Ansatz basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrung      mit über 30.000 Patient*innen. Begleitend zur Behandlung des Pickwick-Syndroms ist es wichtig, bei der Therapie auch mögliche Begleiterkrankungen im Blick zu behalten und auf die individuellen Erfordernisse der Betroffenen einzugehen.

Bei Vorliegen des Pickwick-Syndroms sollten Sie möglichst in Rückenlage schlafen, um ihre Atemwege zu entlasten. Außerdem kann die Atmung durch ein CPAP-System unterstützt werden. Dabei handelt es sich um eine Beatmungsmaske, die während des Schlafens getragen wird. Sie sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff.

Pickwick-Syndrom vorbeugen

Dem Pickwick-Syndrom lässt sich am effektivsten vorbeugen, indem starkes Übergewicht vermieden bzw. reduziert wird. Bei Vorliegen bestimmter Erkrankungen (zum Beispiel Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems) besteht ein erhöhtes Risiko, das Syndrom oder Folgeerkrankungen zu entwickeln. Daher ist es möglich, sich bei Adipositas eine individuelle Ernährungstherapie auch vorbeugend verordnen zu lassen. Das Team von Oviva ist auf die Behandlung bei Adipositas spezialisiert und erarbeitet zusammen mit Ihnen das beste Vorgehen, damit Sie gesund bleiben.

Freundliche Ernährungsberaterin in einem Patientengespräch

Geprüft durch:

Veronika Albers

Veronika Albers ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als zertifizierte Ernährungsberaterin (VFED) bei Oviva. Sie glaubt an das hybride Ernährungsberatungsmodell – persönliche Beratung mit technischer Unterstützung der Oviva App.