Kann man durch Fasten abnehmen?
Alle sprechen übers Fasten – denkst du auch darüber nach, eine gewisse Zeit mal ohne Nahrung auszukommen? Fasten kann beim Abnehmen helfen und auch sonst viel Gutes bewirken.
Doch wie nachhaltig ist das eigentlich? Hier liest du, was es dabei zu beachten gibt, welche Risiken bestehen und wie eine Ernährungsumstellung dich dabei unterstützen kann, dein Gewicht dauerhaft zu halten.
1. Wie gut kennst du dich schon mit Intervallfasten aus?
Das Wichtigste in Kürze
- Fasten führt mit Sicherheit zu Gewichtsverlusten – wenn auch ein Teil davon nicht auf Fettabbau zurückzuführen ist.
- Es gibt verschiedene Methoden: vom strengen Wasserfasten bis zum alltagstauglichen Intervallfasten.
- Wenn du Gewicht verlieren willst, kann Fasten ein guter Start sein. Oviva hilft dir dabei.
Warum ist Fasten eine effektive Methode zum Abnehmen?
Fasten – also der kürzer oder länger andauernde Verzicht auf Nahrung – liegt im Trend. Vor allem das sogenannte Intervallfasten (zum Beispiel die 16:8 Methode) hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen.
Aber Fasten ist keine Erfindung des Internetzeitalters. Ob aus religiösen Gründen, als medizinische Maßnahme oder schlicht aufgrund von Nahrungsknappheit – freiwilliges und unfreiwilliges Fasten hat die Menschheit während ihrer gesamten Geschichte begleitet.
Neu ist allerdings, wie viele Menschen heute wegen Gewichtsverlust fasten – auf diesen Gedanken dürften jahrtausendelang die Allerwenigsten gekommen sein.
Hilft Fasten denn wirklich beim Abnehmen?
Natürlich ist Fasten eine effektive Methode, Gewicht zu verlieren. Naiv betrachtet sogar die effektivste, die man sich denken kann: Wenn du nichts isst, muss dein Körper mit den gespeicherten Reserven zurechtkommen.
Das heißt, dein Stoffwechsel wechselt in den Fettverbrennungsmodus und beginnt mit dem Abbau der Fettpolster. Dein Körper greift auf interne Ressourcen zurück, um den Kalorienbedarf zu decken.
Welche Kritik gibt es am Fasten zum Abnehmen?
Allerdings gibt es zum Fasten als reine Abnehm-Methode auch kritische Stimmen. Diese geben vor allem zwei Dinge zu bedenken:
- Beim Fasten wird tatsächlich nicht nur Fett abgebaut, sondern auch wertvolle Muskulatur, wenn man nicht gegensteuert.
- Wenn die Fastenzeit vorüber ist, schlägt der Jo-Jo-Effekt tendenziell besonders stark zu, da der Körper versucht, die Reserven wieder aufzufüllen.
Wenn du fastest, um Gewicht zu verlieren, brauchst du also Strategien, um den Muskelabbau und den Jo-Jo-Effekt zu minimieren.
Du möchtest mehr über das Intervallfasten erfahren? Lasse dir in diesem Video von Helen, Ernährungsberaterin bei Oviva, erklären, was dahinter steckt, welche Methoden es gibt und für wen es geeignet sein könnte.
Du möchtest mehr über das Intervallfasten erfahren? Lasse dir in diesem Video von Helen, staatlich geprüfte Ernährungsberaterin bei Oviva, erklären, was dahinter steckt, welche Methoden es gibt und für wen es geeignet sein könnte.
Wie viel Gewicht kann man durch Fasten verlieren?
Dein Körper benötigt täglich normalerweise – je nach Alter, Geschlecht und Aktivität – eine bestimmte Menge an Energie. Der konkrete individuelle Energiebedarf ist abhängig von diversen Faktoren wie Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht.
Wie viel Fettverbrennung ist realistisch?
Ein Kilogramm Körperfett speichert etwa 7000 Kilokalorien. Wenn dein Körper das beim Fasten entstehende Kaloriendefizit ausschließlich durch Abbau von Körperfett ausgleicht, kannst du pro Fastentag mit einem durchschnittlichen Körperfettverlust von etwa 300 Gramm rechnen.
Warum verliere ich am Anfang so viel Gewicht?
Tatsächlich wirst du vor allem zu Beginn des Fastens pro Tag wahrscheinlich stärker abnehmen. Das liegt an zwei Faktoren:
- Der Körper scheidet vermehrt Wasser aus.
- Der geleerte Darm macht sich mit einem Minus auf der Waage bemerkbar.
Diese starken Gewichtsverluste fühlen sich gut an, und du darfst sie genießen. Aber sei dir bewusst: Alles, was deutlich über 300 Gramm pro Tag hinausgeht, hat meist nichts mit reinem Körperfettabbau zu tun.
Welche Fastenmethoden sind besonders effektiv zum Abnehmen?
Neben dem klassischen Heilfasten (z.B. Buchinger Fasten), das für eine begrenzte Zeit durchgeführt wird, gibt es das Intervallfasten, bei dem du regelmäßig zeitweise auf Nahrung verzichtest.
Heilfasten bedeutet meist auch eine längere Pause vom Alltag und dient oft der „inneren Einkehr“, sollte aber nicht als Strategie zum Abnehmen genutzt werden. Intervallfasten 16:8 lässt sich dagegen gut in den normalen Alltag integrieren und kann bei einer langfristigen Ernährungsumstellung die Abnahme begünstigen.
Die Gewichtsabnahme bei einer Woche Fasten sieht oft eindrucksvoll aus. Die verlorenen 5 bis 6 Kilo sind allerdings nicht nur Körperfett – davon schmelzen nur um die 2 Kilo.
Im Unterschied zum Heilfasten wirst du beim Intervallfasten kleine, aber stetige Ergebnisse sehen – die sich langfristig durchaus zu einer bedeutenden Gewichtsabnahme summieren können. Ein weiterer Vorteil: Viele empfinden Intervallfasten als weniger strikt, wodurch Heißhungerattacken seltener sind.
Vergleich der beliebtesten Fasten-Methoden
| Methode | Dauer | Erlaubte Lebensmittel | Besonderheiten | Kaloriendefizit pro Woche | Erwarteter Fettabbau |
| Wasserfasten | 1 Woche | Wasser | Entlastungstage und Aufbautage nötig | ca. 16.800 kcal | ca. 2,5 kg / Woche |
| Heilfasten nach Buchinger | 1 – 3 Wochen | Wasser, Tee, Gemüsebrühe, Saft, Honig, evtl. Buttermilch | max. 500 Kalorien/Tag | ca. 13.300 kcal | ca. 2 kg / Woche |
| Intervallfasten 5:2 Diät | 2 Fastentage pro Woche | Wasser, Tee, verdünnter Saft an Fastentagen | weitgehend alltagstauglich | ca. 3800 kcal | bis zu 0,5 kg / Woche |
| Intervallfasten 16:8-Methode | 16 Stunden Fastenpause tägl. | Wasser, Tee, Kaffee (schwarz) während der Fastenphase | sehr alltagstauglich | bis zu 5500 kcal | bis zu 0,75 kg / Woche |
Fasten vs. nachhaltige Ernährungsumstellung: Was ist besser?
Fasten kann ein guter „Reset“ für den Körper sein, doch viele Menschen fallen danach in alte Muster zurück. Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen einer kurzfristigen Maßnahme und einer langfristigen Lösung.
- Fasten ist oft zeitlich begrenzt. Es erfordert Disziplin und Verzicht. Sobald du wieder normal isst, besteht die Gefahr, dass das Gewicht zurückkehrt, wenn du nicht gelernt hast, deine Gewohnheiten dauerhaft anzupassen.
- Eine Ernährungsumstellung mit Oviva setzt genau hier an. Anstatt Kalorien zu zählen oder strikt zu verzichten, lernst du, auf die Signale deines Körpers zu hören.
Mit unserem Abnehmprogramm helfen wir dir, Schritt für Schritt gesunde Routinen zu entwickeln, die zu deinem Leben passen – egal ob du fastest oder nicht.
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Tipps und Tricks, um beim Fasten durchzuhalten
Einen ganzen Tag fasten – das ist schon eine kleine Herausforderung. Mehrere Tage fasten ist für die meisten Menschen komplettes Neuland. Hier sind Tipps, wie du die Phase gut überstehst:
1. Viel Trinken gegen den Hunger
Oft lässt sich eine Hungerattacke durch Trinken besänftigen. Jede Fastenmethode erlaubt kalorienfreie Getränke – mindestens 2,5 Liter sollten es täglich sein. Geeignet sind Wasser und ungesüßte Kräutertees.
2. Kleine „Rettungsanker“ nutzen
Viele Fastenmethoden gestatten auch eine tägliche Kalorienaufnahme von bis zu 500 Kilokalorien. Diese kannst du in Form von Brühe oder verdünnten Säften zu dir nehmen. Beim Heilfasten nach Buchinger ist oft auch ein Teelöffel Honig vor und nach körperlichen Aktivitäten erlaubt, um den Kreislauf zu stabilisieren.
3. Digitale Unterstützung nutzen
Ein motivierender Begleiter auf deinem Weg zum Wunschgewicht ist die Oviva App. Hier kannst du beispielsweise:
- Persönliche Tagesziele setzen
- Deine Trinkmenge im Auge behalten
- Gewicht, Stimmung und Aktivität im Foto-Ess-Tagebuch protokollieren
Aber aufgepasst: Oviva ist keine reine „Fasten-App“. Wir helfen dir vielmehr dabei, deine Gewohnheiten langfristig umzustellen, sodass du dich ausgewogen ernährst und genug bewegst. Das ist der Schlüssel, um das Gewicht auch nach dem Fasten zu halten.
4. Positive Effekte abwarten
Viele Menschen stellen fest, dass sich während einer Fastenwoche nach einem anfänglichen Tief die Stimmung wieder hebt. Oft fühlen sie sich nach einigen Tagen energiegeladen und fast euphorisch. Halte also durch, wenn der erste oder zweite Tag schwerfällt!
Welche Risiken gibt es beim Fasten?
Bevor du startest, solltest du sicherstellen, dass Fasten für dich geeignet ist.
Ist es sicher, regelmäßig zu fasten? Grundsätzlich ja, für gesunde Erwachsene. Nicht empfohlen wird es jedoch für:
- Schwangere und Stillende
- Menschen mit Leber- oder Niereninsuffizienz
- Personen mit Schilddrüsenüberfunktion
- Menschen mit Demenz oder Essstörungen
- Kinder und Jugendliche
Wenn du Medikamente einnimmst oder Vorerkrankungen hast, sprich bitte immer zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Auch bei einer Fastenkur, die länger als 7 Tage geht oder du unsicher oder schon älter bist, solltest du vorab ein Gespräch mit medizinischem Fachpersonal aufsuchen.
In meiner Elternzeit zu Hause hatte ich viele Gelegenheiten zum Naschen und wenig Bewegung, was dazu führte, dass mein Gewicht auf 119 kg anstieg. Ich wollte meinem Kind ein gesundes Essverhalten vorleben, wusste aber nicht, wie ich anfangen sollte. Mit Oviva war der Einstieg einfach. Die App war motivierend und benutzerfreundlich. Ich habe mir abends Zeit genommen, um Einträge zu machen und zu lernen. Ich habe jetzt ein ganz anderes Gefühl für Lebensmittel entwickelt und insgesamt 35 kg abgenommen.
Wie kann ich beim Fasten den Muskelabbau verhindern?
Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn dem Körper Energie fehlt, bedient er sich nicht nur an Fettreserven, sondern baut auch Muskeleiweiß ab.
- Bleibe körperlich aktiv! Leichte Bewegung signalisiert dem Körper, dass die Muskeln gebraucht werden.
- Proteinzufuhr beachten: Achte auch beim Fasten auf ausgewogene Mahlzeiten. Um ausreichend Proteine aufzunehmen und den Musekalabbau zu bremsen, kannst du dich am Oviva Tellermodell orientieren.
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Veronika Albers