Man joggt im Feld

Was erwartet Sie bei einer Adipositas Behandlung?

In der Schweiz sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) rund 42 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig, davon sind 11 Prozent adipös. Adipositas kann für Betroffene eine grosse psychische Belastung darstellen und schwerwiegende Folgeerkrankungen mit sich bringen. Wenn Sie unter Adipositas leiden, ist es wichtig zu wissen, dass es Behandlungsmöglichkeiten gibt. Hauptsächlich eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie. Die Oviva Ernährungsberatung unterstützt Sie auf dem Weg zu Ihrem Wohlfühlgewicht, auf eine nachhaltige und gesunde Weise. Prüfen Sie jetzt, ob die Kosten in Ihrem Fall von der Krankenkasse übernommen werden.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Adipositas ist der Fachbegriff für krankhaftes Übergewicht. In der Schweiz sind viele Menschen davon betroffen.
  • Adipositas-Therapien setzen auf eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie. Bei Oviva erhalten Sie eine digital-unterstützte Ernährungsberatung
  • Kosten für eine Adipositas-Behandlung werden bei einer ärztlichen Verordnung von der Grundversicherung Ihrer Krankenkasse übernommen.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist der Fachbegriff für krankhaftes Übergewicht. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man auch von Fettleibigkeit oder Fettsucht.

Sie wird über den Body Mass Index (BMI), auch Körpermasse-Index, definiert, der mithilfe der Grösse und des Körpergewichts berechnet wird. Ab einem BMI von 30 kg/m2 spricht man von Adipositas. Ferner unterscheidet man unterschiedliche Schweregrade: Grad I, Grad II und Grad III.

Kennen Sie Ihren BMI? Mit dem BMI Rechner können Sie ihn ganz einfach herausfinden.

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BMI:

Achtung: Ihr BMI ist sehr niedrig. Nur mit der richtigen Ernährung und dem passenden Maß an Bewegung bleiben Sie langfristig gesund. Oviva unterstützt Sie gerne. Beantworten Sie in einem kurzen Fragebogen ein paar Fragen zu sich und Ihrer Situation. Wir stellen Ihnen anschließend auf Basis Ihrer Angaben ein für Ihre Bedürfnisse passendes Programm zusammen.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem gesunden BMI! Wir bieten Ihnen Unterstützung rund um einer ausgewogenen Ernährung an, damit das auch so bleibt. Beantworten Sie in einem kurzen Fragebogen ein paar Fragen zu sich und Ihrer Situation. Wir stellen Ihnen anschließend auf Basis Ihrer Angaben ein für Ihre Bedürfnisse passendes Programm zusammen.

Ihr BMI weist auf Übergewicht hin. Eine Ernährungsumstellung ist bei Übergewicht entscheidend, da sie nicht nur zum Gewichtsverlust beiträgt, sondern auch das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verringert und das allgemeine Wohlbefinden fördert. Beantworten Sie in einem kurzen Fragebogen ein paar Fragen zu sich und Ihrer Situation. Wir stellen Ihnen anschließend auf Basis Ihrer Angaben ein für Ihre Bedürfnisse passendes Programm zusammen.

Sie liegen im Bereich von Adipositas, was sowohl körperliche als auch emotionale Herausforderungen mit sich bringen kann. Eine Ernährungsumstellung ist bei Übergewicht entscheidend, da sie nicht nur zum Gewichtsverlust beiträgt, sondern auch das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verringert und das allgemeine Wohlbefinden fördert. Beantworten Sie in einem kurzen Fragebogen ein paar Fragen zu sich und Ihrer Situation. Wir stellen Ihnen anschließend auf Basis Ihrer Angaben ein für Ihre Bedürfnisse passendes Programm zusammen.

Adipositas Folgeerkrankungen

Adipositas schränkt die Lebensqualität stark ein und ist mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen assoziiert. Menschen mit Adipositas haben ein hohes Risiko für Stoffwechselstörungen, wie Diabetes mellitus Typ 2, Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) und nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD). Auch das Risiko für Bluthochdruck, Schlafapnoe, Arthritis und Reflux ist erhöht.

Durch das Gewicht werden auch die Gelenke stark belastet, wodurch es zu orthopädischen Problemen kommen kann.

Darüber hinaus leidet die psychische Gesundheit unter Adipositas. Betroffene klagen häufig über Schlafstörungen und Depressionen. Auch werden sie oft beruflich benachteiligt und können Diskriminierung erfahren.

Adipositas – die Ursachen

Ursachen für Adipositas gibt es viele. Manche Menschen neigen zu emotionalem Essen, bei anderen wirken sich Stress und das Arbeitsleben ungünstig auf die Ernährung aus. Zudem gibt es die Vermutung, dass eine Disposition zu Adipositas vererbt werden kann. Darüber hinaus gelten Essstörungen, wie das Binge-Eating-Syndrom, als Ursache für Adipositas.

Was sind die Ziele der Adipositas-Therapie?

Eine Adipositas-Therapie hat zum Ziel, das Gewicht zu senken und langfristig zu halten.

Als realistisch und medizinisch empfohlen gilt eine Abnahme von fünf bis zehn % in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten.

Davon abgesehen, dass das Wohlgefühl von Menschen mit Adipositas beeinträchtigt werden kann, gilt es vor allem das Risiko für Folgeerkrankungen zu senken. Werden bei adipösen Personen Stoffwechselerkrankungen diagnostiziert, hat eine Reduktion des Gewichts höchste Priorität. Dann kommen auch eher Massnahmen mit einem höheren Nebenwirkungsprofil zum Einsatz, wie Medikamente und bariatrische Operationen (chirurgische Therapie, dazu mehr weiter unten).

Auch eine Erhöhung der Lebensqualität und der Erhalt der Arbeitsfähigkeit sind wichtige Ziele bei der Adipositas-Therapie.

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Therapie und Behandlung: Was hilft gegen Adipositas?

Bei der Behandlung von Adipositas gibt es verschiedene Ansätze. Welcher Ansatz gewählt wird, hängt vom Schweregrad, Risikofaktoren und Begleiterkrankungen ab. Auch das Alter, berufliche und soziale Umstände sowie die Wünsche des oder der Patient*in werden berücksichtigt. Zum Beispiel liegen häufig Essstörungen zugrunde.

Ernährungsumstellung
Bewegungstherapie
Verhaltenstherapie
Medikamente
Bariatrische Operationen (chirurgische Therapie)

Ernährungsumstellung

Eine Anpassung der Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Adipositas-Behandlung.

Bei einer Ernährungsumstellung sollten individualisierte Ernährungsempfehlungen gegeben werden, die an die Therapieziele und an Risikofaktoren des oder der Patient*in angepasst sind. Nur eine Ernährungsweise, die langfristig umgesetzt werden kann, ist zielführend.

Das Ziel ist eine verminderte Energieaufnahme, ohne einen gesundheitlichen Schaden zu verursachen. Es sollte ein tägliches Energiedefizit von ca. 500 kcal angestrebt werden. Dies bedeutet, dass die tägliche Kalorienzufuhr ca. 500 kcal unter dem Energieverbrauch liegt.

Eine langsame, aber stetige Gewichtsabnahme, die langfristig aufrechterhalten werden kann, ist meist zielführender als eine sehr schnelle Abnahme. Oviva begleitet Sie bei der Ernährungsumstellung.

Hier erfahren Sie mehr dazu:

Ernährungsberatung Schweiz

Ernährungsansätze

Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion kann durch verschiedene Ernährungsansätze erreicht werden:

  • Fettmodifizierte Ernährung
  • Kohlenhydrate angepasste Ernährung
  • Optimaler Teller
  • Mahlzeitenrhythmus

Bei den Ernährungsempfehlungen sollten auch Ernährungsgewohnheiten adressiert werden, die zum Übergewicht beitragen können, wie z. B. Emotional Eating, eine zu geringe Proteinzufuhr und übermässiger Zuckerkonsum.

Auch u. a. Insulinresistenz, Leber- und Blutzuckerwerte und Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 spielen bei der Wahl der Ernährungstherapie eine wichtige Rolle.

Bewegungstherapie

Auch Bewegung ist ein wichtiger Ansatz bei Adipositas-Therapie. Sie hilft einerseits, den Energieverbrauch zu erhöhen und so ein Energiedefizit zu erlangen. Andererseits wirkt sie auch einem Verlust der Muskelmasse entgegen, die oft mit einem Gewichtsverlust einhergeht. Ausserdem kann sich eine verstärkte körperliche Aktivität positiv auf Risikofaktoren wie erhöhtem Blutdruck und Insulinresistenz auswirken. Nicht zuletzt kann Bewegungstherapie das Körpergefühl verbessern und die Lebensqualität erhöhen. Fünf Mal die Woche moderate Aktivität für 30 Minuten haben sich als erfolgreich erwiesen. Nach Möglichkeit sollte ein bis zwei Mal pro Woche auch Krafttraining durchgeführt werden.

Verhaltenstherapie

Langfristige Änderungen der Lebensgewohnheiten, insbesondere der Ess- und Bewegungsgewohnheiten, sind die Voraussetzung einer erfolgreichen Adipositas-Behandlung.

Die meisten Patient*innen wissen, dass sie sich gesünder ernähren und mehr bewegen sollten. Es scheitert jedoch an der langfristigen Umsetzung. Viele Menschen mit Adipositas wissen schlicht nicht, wie sie Änderungen im Alltag umsetzen können. Eine professionelle Begleitung kann zudem helfen, Essstörungen zu identifizieren und zu beheben.

Bestandteile der Verhaltenstherapie

Hier kommt die Verhaltenstherapie ins Spiel. Ein wichtiger Bestandteil der Verhaltenstherapie ist die Selbstbeobachtung. Der oder die Patient*in muss erkennen, welche Umstände dazu führen, dass er die erforderlichen Massnahmen nicht umsetzt.

Von Bedeutung ist hier das Dokumentieren von Mahlzeiten und Aktivitäten, zum Beispiel mit dem Foto-Ess-Tagebuch von Oviva. Doch auch der Fortschritt sollte festgehalten werden. Denn Fortschritt hat einen grossen Einfluss auf die Motivation, die für eine langfristige Umsetzung der Adipositas-Therapie unabdingbar ist.

Auch eine klare Definition realistischer, konkreter Ziele, wie z. B. eine Reduktion der Kleidergrösse, das Absetzen von Medikamenten und eine erhöhte Lebensqualität können die Motivation erhöhen.

Individuelle Betreuung

Empfehlungen sollten an individuelle Gegebenheiten angepasst sein und die berufliche Situation, familiäre Umstände und Vorlieben berücksichtigen.

Mit diesem Ansatz hat Oviva sehr gute Erfahrungen gemacht. Patient*innen werden von einer Ernährungsberaterin persönlich betreut. Sie gibt alltagstaugliche Empfehlungen, die an die individuellen Umstände angepasst sind. Die Therapie, um Adipositas zu behandeln, wird von einer App begleitet, in der sich Aktivitäten und Mahlzeiten leicht dokumentieren lassen. Auch Gewicht, Stimmung und Symptome werden in der App festgehalten, wodurch sich der Fortschritt leicht mitverfolgen lässt. Dies ist ein wichtiger Punkt, der für die langfristige Motivation sehr wichtig ist.

Medikamente

Medikamente sind nie das erste Mittel der Wahl. Sie werden erst eingesetzt, wenn durch Ernährungs- und Bewegungstherapie kein Gewichtsverlust erreicht werden kann. Denn bei Medikamenten besteht langfristig die Gefahr von Nebenwirkungen. Ausserdem nehmen viele Patient*innen nach Absetzen der Medikamente das verlorene Gewicht wieder zu. Aus diesem Grund sollten Medikamente jeweils mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie kombiniert werden, damit Adipositas nachhaltig behandelt wird.

Oviva begleitet Sie auch bei einer ärztlich verordneten, medikamentösen Therapie sicher und professionell bei der passenden Ernährungsumstellung und Verhaltensoptimierung. 

Bariatrische Operationen (chirurgische Therapie)

Operative Eingriffe sind bei Adipositas sehr effektiv: Je nach Methode verlieren Patient*innen 40 – 80 % ihres Übergewichts. Allerdings sind sie mit Risiken verbunden und oft nicht umkehrbar.

Aus diesem Grund wird eine Adipositas-Behandlung zunächst ohne Operation versucht. Eine solche Operation wird nur bei stark ausgeprägter Adipositas angewandt, und erst, wenn alternative Therapien beim Abnehmen nicht helfen. Das Ziel ist eine Verringerung gesundheitlicher Risikofaktoren und die Verbesserung der Lebensqualität.

Patient*innen sollten sich vor einem bariatrischen Eingriff zur Adipositas-Behandlung umfassend beraten lassen und nach Möglichkeit eine Zweitmeinung einholen. Der Nutzen und das Risiko möglicher Langzeitschäden müssen genau abgewogen werden.

Zu den gängigsten operativen Adipositas-Behandlungsmöglichkeiten gehören:

Schlauchmagen

Bei einer Schlauchmagen-OP wird der Magen so stark verkleinert, dass er nach dem Eingriff nur noch ein Volumen von ca. 100 – 120 ml hat. Der Magen füllt sich beim Essen sehr schnell, was ein Sättigungsgefühl vermittelt.

Magenbypass

Bei einem Magenbypass wird eine Umgehungsstrasse gelegt: Ein Grossteil des Magens und Dünndarms werden umgangen. Stattdessen wird eine kleine neue Magentasche gebildet. Die Nahrungsaufnahme erfolgt nur in einem kleinen Teil des Magens, wodurch selbst kleine Essensportionen ein Sättigungsgefühl vermitteln.

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Was kostet eine Adipositas-Behandlung?

Wie viel eine Adipositas-Behandlung kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten hängen stark vom Behandlungsansatz ab.

Was zahlt die Krankenkasse bei Adipositas?

Eine Ernährungsberatung muss ärztlich verordnet werden. Dann übernimmt die Grundversicherung Ihrer Krankenkasse in der Regel die Kosten (abzüglich Selbstbehalt und Franchise).

Es gibt zwar einige Adipositas Medikamente, jedoch ist in der Schweiz nur wenige erstattungsfähig. Die medikamentöse Therapie muss von einem Spezialisten verschrieben werden und kann nur bei bestimmten Voraussetzungen verordnet werden.

Die Kosten einer Magen-Operation übernimmt die Krankenkasse nur unter bestimmten Voraussetzungen. Es müssen Adipositas Grad II (BMI 35 -40)  mit einer Begleiterkrankung wie z.B. Diabetes mellitus Typ 2 oder Adipositas Grad III (BMI 40 oder höher) vorliegen. Ausserdem ist nachzuweisen, dass eine zweijährige adäquate konservative Therapie zur Gewichtsreduktion nicht zum Erfolg geführt hat. Eine Magen-Operation erfolgt nur auf eine schriftliche Einwilligung der Patientin oder des Patienten und die Person verpflichtet sich zu lebenslanger Nachsorge. 

Fazit: Ernährungsberatung ist eine wichtige Massnahme, um Folgeerkrankungen von Adipositas vorzubeugen

Adipositas bringt das Risiko für Folgeerkrankungen mit sich und stellt somit ein grosses Gesundheitsrisiko dar. Ausserdem kann sich Adipositas negativ auf die psychische Gesundheit auswirken.

Die Behandlung hängt vom Schweregrad, den persönlichen Umständen und den Therapiezielen ab. Eine Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie sollten immer die Grundlage bilden. Sind diese Massnahmen allein nicht ausreichend, kann in bestimmten Fällen eine Behandlung mit Medikamenten sinnvoll sein. Eine chirurgische Therapie ist das letzte Mittel der Wahl, wenn keine anderen Massnahmen den gewünschten Erfolg gebracht haben.

Monika Schmid leitende Ernährungsberaterin bei Oviva

Geprüft durch:

Monika Schmid
Monika Schmid ist Ernährungsberaterin BSc, SVDE und arbeitet als leitende Ernährungsberaterin bei Oviva. Sie ist überzeugt, dass Patient*innen vom hybriden Ernährungsberatungsmodell profitieren und bessere Resultat erzielen.

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