Adipositas Grade – was bedeutet Grad I, Grad II und Grad III?

Veröffentlicht von Oviva · Dezember 12, 2022

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Adipositas ist die medizinische Bezeichnung für über das Normalmass hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man auch von Fettleibigkeit oder Fettsucht.

Um die Schwere der Adipositas zu bestimmen, unterteilt man die Erkrankung in Adipositas Grad I, Grad II und Grad III. Ausserdem gibt es auch Übergewicht, eine Vorstufe von Adipositas. Die Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikationen ist der Körpermassindex, der sog. Body Mass Index (BMI). Der BMI ist der Quotient aus Gewicht und Körpergrösse zum Quadrat (kg/m2).

Welche Adipositas Grade gibt es?

Es gibt drei Adipositas Grade: Grad I, Grad II und Grad III. Anhand des BMI lässt sich leicht bestimmen, welcher Grad vorliegt.

BMI (kg/m2)Adipositas Grad
25 – 29,9Übergewicht
30 – 34,9Grad I
35 – 39,9Grad II
≥ 40Grad III

 

Wie wird der Adipositas Grad ermittelt?

Der Adipositas Grad wird anhand des Body Mass Index (BMI) ermittelt. Ab einem BMI von 30 kg/m2 spricht man von Adipositas.

Mithilfe unseres BMI Rechners können Sie leicht überprüfen, ob Sie Adipositas haben und, wenn ja, welchen Grades.

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Was ist Übergewicht?

Liegt der BMI zwischen 25 und 29,9 kg/m2, spricht man von Übergewicht.

Übergewicht kann bereits das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen. Für das Krankheitsrisiko ist jedoch nicht der BMI allein entscheidend, sondern auch die Verteilung des Fettgewebes. 

Die Bedeutung der Fettverteilung

Manche Menschen neigen dazu, Fett unter der Haut auszulagern. Man spricht von subkutanem Fettgewebe. Andere setzen Fett in der Bauchgegend an. Umgangssprachlich ist vom sogenannten Apfeltyp die Rede.

Etwas überschüssiges Fett im Unterhautfettgewebe ist relativ unbedenklich. Übermässiges Bauchfett stellt jedoch ein Krankheitsrisiko dar, da es entzündungsfördernd ist. Ein hohes Mass an Entzündungen im Körper kann Arteriosklerose und andere Erkrankungen begünstigen.

Das Ausmass des Bauchfetts lässt sich anhand des Taillenumfangs bestimmen. Dieser lässt sich mithilfe eines Massbandes ermitteln, das in Höhe des Bauchnabels angelegt wird.

Bei Frauen sollte der Taillenumfang < 88 cm sein, bei Männern < 102 cm. Ist der Wert grösser, kann sich das Risiko für metabolische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Was ist Adipositas Grad 1?

Adipositas Grad I liegt bei einem BMI zwischen 30 und 34,9 kg/m2 vor. Bei Grad I ist das Risiko für Folgeerkrankungen bereits erhöht. Um das Risiko einzuschätzen, muss jedoch auch das Bauchfett berücksichtigt werden.

Extreme Kraftsportler mit einem sehr hohen Muskelanteil können ebenfalls einen BMI erreichen, der in die Kategorie von Adipositas Grad 1 fällt. Diese haben jedoch in der Regel einen sehr geringen Fettanteil und kein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen.

Was ist Adipositas Typ 2?

Bei einem BMI zwischen 35 und 39,9 kg/m2 liegt Adipositas Grad II (oder auch Typ 2) vor. Es ist möglich, dass für Betroffene bereits leichte körperliche Aktivität, wie Treppensteigen, zur Herausforderung wird und Kurzatmigkeit verursacht. Patient*innen mit Adipositas Grad II können auch in der Beweglichkeit eingeschränkt sein und  unter Gelenkschmerzen leiden, da die Gelenke durch das schwere Gewicht stark belastet werden.

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Was ist Adipositas Grad 3 (Adipositas permagna)?

Adipositas Grad III (oder auch Adipositas permagna) liegt bei einem BMI über 40 kg/m2 vor. 

Die Einschränkungen im Alltag sind noch grösser als bei Adipositas Grad II. Betroffene fühlen sich teilweise ausgeschlossen, da sie an vielen sozialen Aktivitäten nicht mehr teilnehmen können. Auch die Ausführung des Berufs ist unter Umständen nicht mehr möglich. Als Folge kann es zu psychischen Schwierigkeiten oder Depressionen kommen.

Folgeerkrankungen von Adipositas

Adipositas birgt das Risiko von Folgeerkrankungen. Je höher der Grad, desto höher das Risiko. Aber selbst bei Übergewicht besteht bereits ein erhöhtes Risiko für metabolische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Neben dem BMI ist jedoch auch das Ausmass des Bauchfetts ausschlaggebend.

 

Folgende Folgeerkrankungen können beispielsweise auftreten:

  • Insulinresistenz
  • Diabetes Typ 2
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Fettleber
  • Gicht

Therapiemöglichkeiten von Adipositas

Eine Therapie von Adipositas ist wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Bei Adipositas stehen eine Ernährungsumstellung, Bewegungs- und Verhaltenstherapie im Vordergrund. Sind diese Massnahmen alleine nicht erfolgreich, kann eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. Als letzter Ausweg besteht die Möglichkeit einer bariatrischen Operation (chirurgische Therapie).

Monika Schmid leitende Ernährungsberaterin bei Oviva

Geprüft durch:

Monika Schmid

Monika Schmid ist Ernährungsberaterin BSc, SVDE und arbeitet als leitende Ernährungsberaterin bei Oviva. Sie ist überzeugt, dass Patientinnen und Patienten vom hybriden Ernährungsberatungsmodell profitieren und bessere Resultat erzielen.

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