Mann und Frau mit Schwangerschaftstest

Wie kann ich trotz Übergewicht schwanger werden?

Selbstverständlich ist es auch mit Übergewicht möglich, schwanger zu werden. Aber: In vielen Fällen dauert es durch erschwerte Voraussetzungen länger. Und es kann zu Schwangerschaftskomplikationen führen. 

Um eine baldige und gesunde Schwangerschaft herbeizuführen, hilft es, abzunehmen. Oviva unterstützt Sie dabei – mit den Inhalten dieser Seite und speziellen Krankenkassen-geförderten* Abnehmprogrammen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Unregelmäßige Eisprünge, kleinere Eizellen, angegriffene Gebärmutterschleimhaut: Übergewicht verringert die Fruchtbarkeit.
  • Um die Fruchtbarkeit und damit Schwangerschafts-Chancen zu erhöhen, hilft es, vorab abzunehmen. Und jedes Kilo zählt bereits: Schon eine moderate Gewichtsreduktion kann sich positiv auswirken.
  • Abnehmen vor der Schwangerschaft ist ratsam, da es während der Schwangerschaft abermals zu Komplikationen führen kann.

Wie kann sich Übergewicht auf die Fruchtbarkeit auswirken?

Starkes Übergewicht bringt in Bezug auf eine gewünschte Schwangerschaft mehrere Herausforderungen mit sich: 

  • Die Fruchtbarkeit ist durch das Übergewicht generell beeinträchtigt.
  • Das Risiko für Komplikationen wie beispielsweise Schwangerschaftsdiabetes nimmt zu.
  • Die Entbindung kann schwieriger sein, da Babys von übergewichtigen Schwangeren tendenziell größer und schwerer zur Welt kommen. 

Damit Sie schwanger werden können, muss in Ihrem Eierstock eine Eizelle heranreifen, woraufhin der Eisprung stattfindet und die befruchtete Eizelle sich erfolgreich in der vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut einnistet. Übergewichtige Frauen haben jedoch etwa dreimal häufiger einen unregelmäßigen Zyklus (das merken Sie an unregelmäßig auftretenden, oft besonders starken Monatsblutungen). Das führt auch dazu, dass der Eisprung unregelmäßiger stattfindet oder ausbleibt. 

Diese Störungen haben mit dem Einfluss von Fettgewebe und einem erhöhten Insulinspiegel auf den Hormonhaushalt zu tun: Fettzellen können Östrogene produzieren und bringen damit die hormonelle Steuerung des Menstruationszyklus durcheinander. Erhöhte Insulinspiegel können unter anderem die Reifung einer Eizelle blockieren und so den Eisprung verhindern. 

Und selbst dann, wenn übergewichtige Frauen einen regelmäßigen Zyklus haben, kann die Fruchtbarkeit herabgesetzt sein: Studien haben gezeigt, dass die Eizellen tendenziell kleiner und weniger befruchtungsfähig sind. Zudem kann Übergewicht die Gebärmutterschleimhaut weniger empfänglich für die Einnistung des Embryos machen und zu Problemen bei der Entwicklung der Plazenta führen. Mit diesen Störungen geht in jedem Stadium der Schwangerschaft ein höheres Risiko für Fehlgeburten  einher.

Frau mit grün roter Kleidung hält Babybauch

Kinderwunsch und Polyzystisches Ovarsyndrom (PCO)

Wenn es mit dem Schwangerwerden nicht klappt, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Gynäkologen sprechen. Ein relativ hoher Prozentsatz übergewichtiger Frauen hat das sogenannte Polyzystische Ovarsyndrom, eine Hormonstörung, die die Fruchtbarkeit besonders stark beeinträchtigt. Hier gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die die Hormonbalance verbessern – und übrigens auch die Gewichtsabnahme entschieden leichter machen.

Kann Abnehmen die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen?

Zahlreiche Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, bei adipösen Frauen mit wachsendem Body Mass Index (BMI) kontinuierlich sinkt. Die gute Nachricht aber ist: Dieses Ergebnis lässt sich umkehren. 

Schon eine moderate Gewichtsabnahme wird sich positiv auswirken. Das heißt, Sie müssen nicht von einem BMI von 33 auf einen BMI von 25 kommen, bevor Sie überhaupt damit rechnen dürfen, dass es mit der Schwangerschaft klappt – jedes abgebaute Kilo, jeder einzelne „verlorene“ BMI-Punkt erhöht Ihre Fruchtbarkeit. Das gilt auch für Frauen mit dem PCO-Syndrom: Bereits eine 5-prozentige Reduktion des Körpergewichts kann den Zyklus besser regulieren und die Fruchtbarkeit steigern.

Übrigens: Adipöse Frauen haben generell auch schlechtere Ergebnisse bei der In-Vitro-Befruchtung. Hier entfallen zwar die Unwägbarkeiten eines ausbleibenden oder unregelmäßigen Eisprungs – aber die Befruchtungsfähigkeit der entnommenen Eizelle und die Teilungsfähigkeit der befruchteten Eizelle in den ersten Entwicklungsstadien sind weiterhin beeinträchtigt; ebenso ist es die Einnistung und spätere Entwicklung des Embryos in der Gebärmutter. Auch hier gilt: Ihre Chancen auf den Erfolg der Behandlung, in die Sie so viel Hoffnung, Energie und Geld investieren, wachsen, wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren. Und dabei zählt jedes Kilo. 

plus size Frau am Pool

Trotz Übergewicht schwanger werden: Praktische Tipps zum Abnehmen

Fassen wir also zusammen: Der Weg zur gewünschten Schwangerschaft wird einfacher, wenn Sie es schaffen, Gewicht zu verlieren. Damit erhöhen Sie nicht nur Ihre Fruchtbarkeit, sondern senken auch das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen und bahnen den Weg für eine unproblematische Entbindung. Während der Schwangerschaft sollten Sie nicht abnehmen – daher ist die Phase vor einer Schwangerschaft einer der besten Zeitpunkte in Ihrem Leben, um die Gewichtsreduktion anzugehen.

Aber: Vergessen Sie Hungern und Diäten – diese verlorenen Kilos kehren im Nu zu Ihnen zurück. Abnehmen, um schwanger zu werden, funktioniert am nachhaltigsten mit einer Gewohnheits- und Ernährungsumstellung, die Sie langfristig beibehalten. Auch während der Schwangerschaft und darüber hinaus. Oviva hilft Ihnen beim Abnehmen mit Kinderwunsch.

App-begleitet abnehmen und Schwangerschaftschancen erhöhen

Oviva bietet verschiedene App-begleitete und Krankenkassen-geförderte Programme, die Sie vor der Schwangerschaft bei der angesprochenen Gewohnheits- und Ernährungsumstellung unterstützen. So können Sie Ihre Fruchtbarkeit erhöhen und bessere Voraussetzungen für eine gesunde und komplikationsfreie Schwangerschaft schaffen. Prüfen Sie jetzt, welches Programm für Sie geeignet ist und ob Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt.

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Veronika Albers

Veronika Albers ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als zertifizierte Ernährungsberaterin (VFED) bei Oviva. Sie glaubt an das hybride Ernährungsberatungsmodell – persönliche Beratung mit technischer Unterstützung der Oviva App.

*Die Kosten für Oviva Direkt werden auf Rezept von allen gesetzlichen Krankenkassen, die Kosten für weitere Oviva Abnehm-Programme von über 40 Partner-Krankenkassen übernommen.

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