Wie finde ich die richtige Hilfe bei Adipositas?
Holen Sie sich die Hilfe, die Sie brauchen, um Adipositas zu bekämpfen! Adipositas ist eine ernsthafte Erkrankung und birgt erhebliche gesundheitliche Risiken. Wenn Sie gesund und nachhaltig abnehmen möchten, ist professionelle Hilfe oft unerlässlich.
Oviva bietet eine App-begleitete Ernährungsberatung, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Adipositas zugeschnitten ist. Es gibt mittlerweile zahlreiche von den Krankenkassen finanzierte Behandlungsangebote. Gerne prüfen wir für Sie, ob die Ernährungsberatung in Ihrem Fall von der Krankenkasse übernommen wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Adipositas bedeutet ein starkes Übergewicht ab einem BMI von 30.
- Adipositas ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko.
- Um gesund und nachhaltig abnehmen zu können, brauchen Betroffene in der Regel Unterstützung.
- Oviva bietet professionelle Hilfe bei Adipositas (Fettsucht).
Inhalte
Wie wird Adipositas behandelt?
Welche Hilfe gibt es bei Adipositas?
Unterschied zwischen Online und Offline Adipositas-Hilfe
Welche Adipositas-Hilfe ist für Sie am besten geeignet?
Kann ich eine Adipositas-Hilfe in jeder Region finden?
Wie wird Adipositas behandelt?
Bei starkem Übergewicht mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 oder mehr wird von Adipositas gesprochen – bei einer Körpergrösse von 1,65 Metern wäre das beispielsweise ab einem Gewicht von 82 Kilo der Fall. Hochgewichtigkeit kann Ihr Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber, Schlafapnoe oder Gelenkbeschwerden, aber auch psychische Störungen, die Ihre Lebensqualität noch zusätzlich beeinträchtigen und die Lebenserwartung verkürzen können, erhöhen. Wenn Sie dauerhaft abnehmen, können Sie oftmals auch die Symptome der Begleiterkrankungen deutlich reduzieren oder sie sogar heilen – es geht bei der Behandlung der Adipositas also um viel mehr als nur um ein Figurproblem.
Grundlage der Adipositas-Behandlung ist immer die sogenannte multimodale Basistherapie, bei der Sie lernen, Ihre Ess- und Lebensgewohnheiten zu verbessern. Verlieren Sie so genug Gewicht, kann eine unterstützende Behandlung mit Medikamenten, etwa zur Appetitregulation, infrage kommen. Reicht eine solche Therapie jedoch nicht, kann die Adipositaschirurgie eventuell für Sie infrage kommen.
Zurück zur Basistherapie: Sie soll Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie umfassen – so sagt es die medizinische Leitlinie zum Thema Adipositas. Nur leider: Das bedeutet nicht, dass Ihr Hausarzt Ihnen diese Therapieangebote auf einem silbernen Tablett serviert. Hier ist viel Eigeninitiative gefragt, und Sie werden Ihre persönliche Adipositas-Therapie wahrscheinlich aus verschiedenen Bausteinen selbst zusammenpuzzeln müssen.
Welche Hilfe gibt es bei Adipositas?
Bei Adipositas reden wir über mehr, als nur “ein paar Kilos für die Sommerfigur zu verlieren”. Es geht darum, Stück für Stück gesund und nachhaltig abzunehmen, um die Lebensqualität zu erhöhen und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Am besten funktioniert das mit Unterstützung von aussen. Inzwischen steht für Adipositas-Betroffene ein ganzes Spektrum von Hilfsangeboten zur Verfügung. Einige davon werden auch von den Krankenkassen finanziert.
Kassenfinanzierte Angebote
- Adipositas-Zentren: Die meisten grösseren Spitäler haben auf die Behandlung von Adipositas spezialisierte Einrichtungen, in denen die Patient*innen von Ärzt*innen verschiedener Fachrichtungen ambulant oder stationär betreut werden.
- Klassische Ernährungsberatung / Ernährungstherapie: Eine professionelle Ernährungsfachperson begleitet Sie für einen längeren Zeitraum, beantwortet Ihre Fragen, hilft Ihnen bei der Auswahl geeigneter Lebensmittel und Gerichte und steht Ihnen bei Erfolgen wie auch bei eventuellen kleinen Rückschlägen motivierend zur Seite. Der Nutzen einer Ernährungsberatung für Personen mit Adipositas ist mittlerweile durch medizinische Studien gut belegt. Daher sind die meisten Krankenkassen heute bereit, diese Behandlung zu finanzieren (abzüglich Franchise und Selbstbehalt) – Sie können sich eine Ernährungsberatung also von Ihrem ärztlichen Fachpersonal verschreiben lassen. Bei Oviva steht Ihnen zusätzlich zu den persönlichen Gesprächen mit Ihrer Ernährungsfachperson auch die Oviva App zur Verfügung: Mit Ihrem Smartphone haben Sie rund um die Uhr genau die Unterstützung in der Tasche, die Sie zum erfolgreichen Abnehmen benötigen.
- Digitale Gesundheitsanwendungen: Damit sind Smartphone-Apps wie beispielsweise die Oviva App gemeint, die Sie bei einer langfristig nachhaltigen Ernährungs- und Verhaltensumstellung mit dem Ziel der Gewichtsabnahme unterstützen. Sie unterstützen die Beratung und helfen bei der Verhaltensumstellung.
Bedingt kassenfinanzierte Angebote
- Verhaltenstherapien und Gruppentherapien: Wenn es um die Umstellung langjähriger Ess- und Lebensgewohnheiten geht, spielt die Psyche eine wichtige Rolle. Psychologische Betreuung wäre daher bei Adipositas grundsätzlich sinnvoll – wird aber von den Kassen nur bezahlt, wenn Sie zusätzlich an einer psychischen Erkrankung leiden. Dazu gehören Depressionen, Angststörungen und Essstörungen wie die bei Adipositas besonders relevante Binge-Eating-Störung (deutliches Überessen über jedes Hungergefühl hinaus). Wenn Sie Anspruch auf psychotherapeutische Unterstützung haben, sollten Sie sie unbedingt in Anspruch nehmen – mit professioneller Hilfe stehen Ihre Chancen, Ihr Verhalten zu ändern, deutlich besser.
- Operative Eingriffe: Bei Adipositas zahlen die Kassen auf Einzelfallbasis auch für eine Magenverkleinerung. Jedoch müssen die medizinische Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten des Eingriffs in einem Antrag umfassend dargestellt werden. Die chirurgische Behandlung gehört zweifellos zu den wirkungsvollsten Therapieoptionen bei Adipositas. Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, dass es sich hier um einen erheblichen Eingriff in Ihren Körper handelt, der nicht ohne Nebenwirkungen bleibt und eine lebenslange Nachsorge erfordert. Deshalb kommt die OP auch erst infrage, wenn alle konservativen Behandlungsversuche erfolglos geblieben sind.
- Medikamente: Bei der Behandlung einer Adipositas können Medikamente, die beim Abnehmen helfen, unterstützend zum Einsatz kommen. Aktuell sind in der Schweiz die Wirkstoffe Orlistat, Liraglutid und Semaglutid zur Behandlung von Adipositas zugelassen. Die medizinischen Leitlinien zur Adipositas betonen jedoch, dass Medikamente zum Abnehmen nur in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und weiteren Massnahmen eingesetzt werden sollten. Generell können solche Medikamente ab einem BMI von 30 verordnet werden. Bestehen Gesundheitsrisiken durch Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck, kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin diese Präparate auch bereits ab einem BMI von 27 verschreiben. Zu Risiken und Nebenwirkungen sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Selbsthilfe
- Adipositas-Selbsthilfegruppen: Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen ist auch bei Adipositas eine unschätzbare Hilfe. Auf den Webseiten der Selbsthilfe Schweiz finden Sie die Kontaktdaten zahlreicher Gruppen. Eine Selbsthilfegruppe ist kein Ersatz für ärztliche Behandlung, kann Ihnen aber dennoch helfen. Hier können nicht nur Ernährungswissen und Behandlungserfahrungen geteilt werden, sondern Sie können gemeinsam auch über Ausgrenzungserfahrungen und anderen psychischen Problemen sprechen.
- Internet: Ob Forum oder Facebook-Gruppe – das Internet bietet auch zum Thema Adipositas vielfältige Möglichkeiten, sich mit anderen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Auch diese etwas anonymere Form der sozialen Unterstützung kann Ihnen zusätzlich zur Hauptbehandlung helfen. Jedoch ist Vorsicht gegenüber potenziellen Falschinformationen und Versprechungen geboten.
Unterschied zwischen Online- und Offline-Adipositas-Hilfe
Verhaltenstherapie, klassische Ernährungsberatung oder Begleitung über eine App: Online- und Offline-Angebote der Adipositas-Hilfe unterscheiden sich.
| Online-Angebote | Offline-Angebote |
| Sie bleiben anonym bzw. haben Kontakt über digitale Medien. | Sie haben direkten persönlichen Kontakt. |
| Via Smartphone oder Tablet können Sie das Angebot ortsunabhängig wahrnehmen – zum Beispiel von daheim aus. | Sie müssen mobil sein und die Therapieeinrichtung aufsuchen. |
| Apps begleiten Sie rund um die Uhr. | Beratungs- und Therapieangebote sind auf bestimmte Termine beschränkt, dazwischen sind Sie auf sich gestellt. |
| Apps wie Oviva begleiten Sie rund um die Uhr. | Die Kassen tragen nicht alle Angebote; oft müssen Sie zuzahlen oder die Kosten allein stemmen. |
| Online sind Sie individuell unterwegs, können aber natürlich in Foren oder auf Facebook Kontakte knüpfen. | Es gibt auch Angebote für Gruppen. |
Welche Adipositas-Hilfe ist für Sie am besten geeignet?
Sind Sie eher der Online-Typ, oder ist Ihnen der persönliche Kontakt sehr wichtig? Fühlen Sie sich in einer Gruppe Gleichgesinnter besonders motiviert, oder bist du eher ein Einzelkämpfer? … Am Ende entscheiden Sie, womit Sie sich am wohlsten fühlen und ob Sie vielleicht sogar verschiedene Angebote kombinieren – etwa eine Adipositas-Therapie per App mit zusätzlicher Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.
Wie erkenne ich ein seriöses Angebot?
Angebote, die von den Krankenkassen finanziert oder bezuschusst werden, sind grundsätzlich seriös. Auch den Empfehlungen Ihrer Hausarztpraxis können Sie vertrauen. Aber was, wenn Sie ein Angebot im Internet finden oder von Bekannten empfohlen bekommen? Ein gutes Zeichen bei Kursangeboten ist ein interdisziplinärer Ansatz, der neben der Ernährung auch Bewegung, Verhalten und Gesundheit einbezieht und eine längerfristige Begleitung vorsieht. Die Einbindung qualifizierter Experten ist ebenfalls ein Hinweis auf ein seriöses Angebot. Dazu gehören medizinisches Fachpersonal der Fachgebiete Ernährungsmedizin und Diabetologie ebenso wie qualifizierte Diätassistenten, Bewegungstherapeutinnen oder Ökotrophologen. Etwas misstrauisch werden sollten Sie, wenn bei einem Abnehmprogramm der Kauf bestimmter Produkte eine zentrale Rolle spielt.
Kann ich eine Adipositas-Hilfe in jeder Region finden?
In allen grossen Städten gibt es vielfältige Angebote der Adipositas-Hilfe. Anders sieht es oft in ländlichen Regionen aus – nicht alle Betroffenen haben ein Adipositaszentrum, einen spezialisierten Arzt oder auch ein geeignetes Selbsthilfeangebot in ihrer Nähe. In diesem Fall sind der Hausarzt oder die Hausärztin Ihre Ansprechpartner*in. Wobei: Eine lokale Selbsthilfegruppe könnten Sie auch selbst gründen.
Online-Angebote
Online-Angebote haben den Vorteil, dass Sie sie von überall nutzen können. Das gilt natürlich auch für Oviva: Unsere Smartphone-App begleitet Sie, ganz egal, wo Sie sind! Mit unseren Ernährungsfachkräften sprechen Sie per Telefon oder Videoschalte, später halten Sie Kontakt über die Chatfunktion der App.
Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt, da ich stark zugenommen hatte. Ich war schlapp und energielos. Dann habe ich mit Oviva begonnen. Ich habe jetzt knapp 25 kg abgenommen, trotz kleinerer und grösserer Sünden. Bei Oviva muss man nicht Kalorien zählen, man ändert im Laufe der Zeit das Bewusstsein für Essen und lernt, mit Nahrungsmitteln umzugehen, auch mit den vermeintlich schlechten. Ich konnte meinen gesamten Kleiderschrank von XL auf M umstellen. Ich bin fitter, mobiler und fahre fast nur noch mit dem Rad.
Vorteile einer digitalen Adipositas Therapie
Gehen wir noch etwas mehr auf die Oviva App ein: Sie ist eine von den Krankenkassen anerkannte sogenannte digitale Gesundheitsanwendung, die Hilfe bei Adipositas bietet. Als niedrigschwelliges Angebot hat sie den grossen Vorteil der einfachen Erreichbarkeit. Sie müssen keinen Antrag stellen und nirgendwo hingehen: Mit deinem Smartphone haben Sie Ihre digitale Ernährungsberatung immer in der Tasche.
Wenn Sie ein Fotoprotokoll Ihrer Mahlzeiten führen, erhöht es die Abnehm-Motivation. Die übersichtliche Datenauswertung zeigt Ihre Erfolge – und erinnert Sie immer an Ihre Ziele, wenn es mal nicht perfekt läuft. Zusätzlich greifen Sie auf verschiedene Lerninhalte zu.
Wie können Angehörige helfen?
Wie man am besten abnimmt, ist individuell verschieden. In jedem Fall brauchen Betroffene aber die Unterstützung ihres sozialen Umfelds. Liebe Angehörige: Informieren Sie sich auch über die Adipositas-Behandlung. Lassen Sie Ihr Familienmitglied nicht allein Treppen steigen. Kommen Sie mit auf den Spaziergang. Machen Sie möglichst auch mit bei der Ernährungsumstellung – gemeinsam lassen sich kleine und grosse Veränderungen leichter angehen. Bewegung und gesunde Ernährung können nie schaden – Sie profitieren also auch davon!
Häufige Fragen
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