Ernährung in den Wechseljahren: So begegnen Sie Gewichtszunahme, Hitzewallungen & Co.
Die Wechseljahre sind eine Zeit des Umbruchs und es fühlt sich oft so an, als würde der eigene Körper plötzlich nach neuen Regeln spielen. Vielleicht kennen Sie das Gefühl, von unerklärlicher Gewichtszunahme, Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen überfordert zu sein. Aber Sie sind damit nicht allein und es gibt gute Gründe für diese Veränderungen: Sie liegen in den hormonellen Prozessen Ihres Körpers. Oviva begleitet Sie auf diesem Weg mit einer persönlichen Ernährungsumstellung per App.
Das Wichtigste in Kürze
- Hormonelle Umstellung: In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die Fettverteilung verändert und zu mehr Bauchfett führen kann. Gleichzeitig sinkt der Grundumsatz, da die Muskelmasse abnimmt.
- Vier Ernährungs-Säulen: Konzentrieren Sie sich auf vier Nährstoffgruppen: Protein für Muskelerhalt und Sättigung, Kalzium & Vitamin D für die Knochengesundheit, Ballaststoffe für die Verdauung und einen stabilen Blutzucker sowie Phytoöstrogene zur Linderung von Beschwerden.
- Beschwerden gezielt lindern: Anstatt sich auf Verbote zu konzentrieren, hilft es, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, um Gewichtszunahme und Heisshunger zu vermeiden. Bestimmte Lebensmittel können Hitzewallungen auslösen oder reduzieren.
- Unterstützung mit Oviva: Oviva unterstützt Sie dabei, Ihre Ernährung an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Die Kosten für die Ernährungsumstellung per App werden von den meisten Krankenkassen übernommen.
Warum verändert sich mein Körper in den Wechseljahren?
In den Wechseljahren stellt sich Ihr Körper um. Viele Prozesse laufen jetzt anders ab, was vor allem hormonell bedingt ist und sich auch auf Ihren Stoffwechsel auswirkt. Wenn Sie verstehen, was genau mit Hormonen wie Östrogen und Ihrem Grundumsatz passiert, gewinnen Sie die Kontrolle über Ihren Körper zurück.
Was bewirkt der Östrogenmangel?
Östrogen ist ein wichtiges weibliches Hormon mit vielen Aufgaben. Es beeinflusst die Fettverteilung, den Knochenstoffwechsel, die Haut, die Hirnfunktion und das Herz-Kreislauf-System. Wenn der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, lagert der Körper Fett vermehrt im Bauchbereich an. Das kann zu einer unerwarteten Gewichtszunahme führen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind direkte Folgen dieser hormonellen Umstellung.
Warum sinkt der Grundumsatz in den Wechseljahren?
Mit zunehmendem Alter, und besonders in den Wechseljahren, nimmt die Muskelmasse auf natürliche Weise ab. Weil Muskeln auch im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen als Fett, sinkt mit dem Muskelabbau auch dein Grundumsatz. Das ist die Energie, die Ihr Körper für seine grundlegenden Funktionen benötigt. Essen Sie also weiter wie bisher, kann das aufgrund des langsameren Stoffwechsels zu einer Gewichtszunahme führen. Das ist ein ganz normaler biologischer Prozess. Umso wichtiger ist es, Ihre Ernährung an diese neuen Bedürfnisse anzupassen.
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Was sind die 4 Säulen meiner Ernährung in den Wechseljahren?
Statt sich mit Verboten zu stressen, richten Sie Ihren Fokus auf nährstoffreiche Lebensmittel. Sie stärken Ihren Körper und können Beschwerden lindern. Diese vier Säulen helfen Ihnen, Ihren Stoffwechsel, Ihre Hormone und Ihr Wohlbefinden zu optimieren, ganz praktisch und auf lange Sicht.
1. Protein: Der Baustein für Muskeln und Sättigung
Protein ist jetzt ein wichtiger Nährstoff. Es hilft Ihnen, Ihre Muskelmasse zu erhalten und unterstützt so Ihren Grundumsatz. Eiweiss sorgt ausserdem für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, was Heisshungerattacken vorbeugt. Integrieren Sie vielseitige Proteinquellen in Ihre Mahlzeiten, zum Beispiel Hülsenfrüchte, Tofu, Fisch und Eier. Besonders pflanzliche Proteine sollten vermehrt auf Ihrem Teller landen.
2. Kalzium & Vitamin D: Ein starkes Duo für Ihre Knochen
Der sinkende Östrogenspiegel erhöht das Risiko für Osteoporose, also eine Abnahme der Knochendichte. Für starke Knochen brauchen Sie Kalzium. Vitamin D ist genauso wichtig, denn es unterstützt die Kalziumaufnahme aus der Nahrung. Gute Kalziumquellen sind grünes Gemüse, Milchprodukte, Nüsse und Mineralwasser. Vitamin D bildet Ihr Körper hauptsächlich durch Sonnenlicht, weshalb es besonders im Winter zu einem Mangel kommen kann. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob eine Ergänzung für Sie sinnvoll ist.
3. Ballaststoffe: Die besten Helfer für Verdauung und Blutzucker
Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und viel Gemüse fördern eine gute Verdauung und können Verstopfung vorbeugen. Besonders wichtig: Sie lassen Ihren Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Das verhindert starke Schwankungen, die Heisshunger, Stimmungstiefs und eine Gewichtszunahme fördern können.
4. Phytoöstrogene: Die sanfte Kraft der Pflanzen
Phytoöstrogene sind Pflanzenstoffe, die in Ihrem Körper ähnlich wie Östrogen wirken können. Sie finden sie zum Beispiel in Soja, Leinsamen, Tofu, Tempeh, Edamame, Linsen und vielem mehr. Diese wertvollen Stoffe können dazu beitragen, Hitzewallungen und andere typische Beschwerden der Wechseljahre zu mildern.
Wie kann ich typische Beschwerden durch Ernährung lindern?
Jetzt wird es praktisch: Welche Lebensmittel helfen gezielt bei den häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren? So können Sie Ernährung als wirksames Werkzeug nutzen, um sich besser zu fühlen.
Was hilft gegen die Gewichtszunahme?
Konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Eine Mahlzeit mit einer guten Mischung aus Protein, Ballaststoffen und Fetten sorgt dafür, dass Zucker langsam ins Blut gelangt. Das ist der Schlüssel, um Heisshunger vorzubeugen und eine gesunde Fettverwertung zu unterstützen. Ein einfaches Beispiel ist Vollkornbrot mit Quark und Nüssen oder ein Salat mit Kichererbsen, Avocado und Lachs.
Was hilft bei Hitzewallungen und was sollte ich meiden?
Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Hitzewallungen verstärken. Dazu zählen oft Alkohol, scharfe Speisen und zu viel Zucker. Eine pflanzenbetonte, abwechslungsreiche Ernährung mit phytoöstrogenhaltigen Lebensmitteln ist eine gute Strategie. Auch ausreichend Wasser zu trinken, hilft Ihrem Körper bei der Temperaturregulation. Viele Frauen entdecken mit dem Foto-Ess-Tagebuch der Oviva App, dass ein zuckerreicher Snack am Nachmittag ihre Hitzewallungen am Abend verstärken kann.
Wie sorge ich für mehr Energie und gute Laune?
Magnesiumreiche Lebensmittel wie Nüsse, Vollkornprodukte und grünes Gemüse sind gut für Ihr Nervensystem. Zusammen mit Omega-3-Fettsäuren, die Sie zum Beispiel in fettem Fisch oder Leinöl finden, können sie für mehr Energie sorgen, Ihre Stimmung heben und Stimmungsschwankungen entgegenwirken.
Eine gezielte Ernährungsumstellung ist der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden in dieser Lebensphase. Wenn Sie sich Unterstützung wünschen, um diese Tipps nachhaltig umzusetzen, ist Oviva für Sie da.
Sollten Ihre Beschwerden sehr stark sein, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. So können andere medizinische Ursachen ausgeschlossen und eine passende Behandlung für Sie gefunden werden.
Wie schaffe ich den Einstieg ohne Diät-Frust?
Viele Frauen probieren in den Wechseljahren Crash-Diäten aus, die das Problem aber oft nur verschlimmern. Mit der richtigen Herangehensweise schaffen Sie nachhaltige Fortschritte, ganz ohne Frust.
Warum sind Crash-Diäten in den Wechseljahren schädlich?
Crash-Diäten führen meist zu einem schnellen Gewichtsverlust, bei dem Sie aber vor allem Muskelmasse abbauen. Das verlangsamt Ihren Stoffwechsel noch weiter. Die Folge ist oft der bekannte Jo-Jo-Effekt – bei dem das Gewicht nach Diäten schnell wieder steigt –, der zu mehr Gewicht und Frust führt. Deshalb ist für ein nachhaltiges Abnehmen eine schrittweise Ernährungsumstellung viel wirksamer als eine radikale Diät.
Wie starte ich mit 3 einfachen Veränderungen im Alltag?
- Proteinquelle zum Frühstück hinzufügen: Ein Porridge mit Quark und Beeren oder Rührei mit Vollkornbrot gibt dir Kraft für den Tag.
- Süsses oder Alkoholischen durch Wasser ersetzen: Wenn Sie Lust auf ein süsses Getränk oder Alkohol haben, greifen Sie stattdessen öfter zu Wasser oder ungesüsstem Kräutertee.
- 10 Minuten Bewegung nach dem Essen: Ein kurzer Spaziergang nach dem Mittagessen unterstützt den Stoffwechsel.
Wie kann Krafttraining in den Wechseljahren unterstützen?
Gerade in den Wechseljahren ist es sehr wirksam, muskelaufbauende Übungen in Ihren Alltag zu integrieren. Wir empfehlen Kraftübungen, die Sie leicht zu Hause machen können und die auch für Anfängerinnen passend sind. Das können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Widerstandsbändern sein. So bauen Sie gezielt Muskeln auf, erhöhen Ihren Grundumsatz und stärken Ihren Körper, ganz ohne sich zu überfordern.
Ihr individueller Weg mit der Oviva Methode
Für eine nachhaltige Ernährungsumstellung ist Oviva Ihr Partner. Wir begleiten Sie mit einer persönlichen und alltagstauglichen Methode auf Ihrem Weg zum Wohlfühlgewicht. Unsere App kombiniert dafür intelligente Technologie mit qualifizierter Beratung durch qualifizierte Ernährungsfachkräfte.
Wie passt Oviva in meinen Alltag?
Unsere Ernährungsberatung wird durch die innovative Oviva App begleitet. Mit der App zeichnen Sie Ihre Fortschritte auf, sprechen mit Ihrer Ernährungsfachperson und lernen mehr über Ernährung und Gesundheit. Unsere App ist ein praktisches Mittel, auch im hektischen Alltag Ihre Mahlzeiten und Aktivitäten unkompliziert festzuhalten. Diese Form der App-begleiteten Ernährungsberatung ist besonders innovativ und wurde von erfahrenen Ernährungsberater*innen, Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen entwickelt. Und: In vielen Fällen werden die Kosten für die Oviva Ernährungsberatung von der Krankenkasse übernommen.
Sie können sich Oviva Ernährungsberatung verordnen lassen – bei Adipositas übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten abzüglich Franchise und Selbstbehalt.
Häufig gestellte Fragen
Geprüft durch:
Pia Lynn Gobetti
Seit 2020 unterstützt Pia als qualifizierte Ernährungsberaterin das Team von Oviva. Mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrer einfühlsamen Art begleitet sie Patient*innen auf ihrem Weg zu einer gesünderen Lebensweise. Pia verfügt über einen Bachelor in Ernährung & Diätetik und bringt ihre Expertise gezielt in die tägliche Beratungspraxis ein.