Ernährungsberater befassen sich mit vielen verschiedenen medizinischen Problemen. Die professionellen Oviva Ernährungsberaterinnen verfügen über mehrere Jahre Erfahrung in der Behandlung von unterschiedlichen Problemen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.

Wir haben maßgeschneiderte Programme für Beschwerden entwickelt, die mit der Ernährung zusammenhängen, basierend auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und Ernährungsrichtlinien.

Für Erwachsene

Übergewicht und Adipositas

Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 67% der Männer und 53% der Frauen übergewichtig. Etwa jeder vierte Mann und jede vierte Frau sind adipös. Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2, Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Arthritis und Krebs zu erkranken.

Übergewicht und Adipositas

Viele Studien haben gezeigt, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung und kontrollierte Portionengrössen zusammen mit körperlicher Betätigung der Schlüssel zu langfristiger Gewichtsabnahme sind. Zu den Vorteilen gehören Vermeidung von Diabetes, verbesserte Bewegungsfähigkeit und besserer Schlaf, höheres Selbstbewusstsein und verminderte Depressionsanfälligkeit.

Diabetes mellitus Typ 2

Durchschnittlich werden 7,2% der deutschen Männer und Frauen in ihrem Leben mit Diabetes mellitus Typ 2 diagnostiziert, wobei die Anzahl der Erkrankten mit zunehmenden Alter deutlich ansteigt. Bei den 70 -79-Jährigen erkrankt etwa jeder Fünfte an Diabetes mellitus Typ 2, einer Krankheit, bei welcher hohe Blutzuckerwerte das Herz, die Nieren, die Augen und die Nerven beschädigen und welche schließlich zum vorzeitigen Tod führen kann.

Diabetes mellitus Typ 2

Bei Diabetes mellitus Typ 2 wurde gezeigt, dass eine gesunde Ernährung, regelmässige Bewegung und Gewichtsverlust die Blutzuckerwerte senken und die Insulinempfindlichkeit verbessern, was schliesslich das Risiko mindert, Langzeitkomplikationen zu bekommen.

Hoher Blutzucker

Geschätzt gleich viele Erwachsene wie Diabetes mellitus Typ 2 haben, haben einen erhöhten Blutzucker, auch Prädiabetes genannt‚ was ein Frühstadium von Diabetes mellitus Typ 2 darstellt. Nach Untersuchungen in den USA entwickeln 70% der Patienten mit Prädiabetes die Diabetes mellitus Typ 2 vollständig.

Hoher Blutzucker

Die Diabetes Präventionsstudie der USA hat gezeigt, dass eine Reduktion des Körpergewichts um 7% das Risiko, an Diabetes zu erkranken, halbiert, während ein Gewichtsverlust von 10% das Risiko um über 90% verringern kann. Eine Ernährungsumstellung ist wichtig, um auf gesunde Weise abzunehmen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall

2014 stellten Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit ca. 40% der Fälle die häufigste Todesursache in Deutschland dar. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Adipositas und Diabetes mellitus sind die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren und Hauptgründe diese Erkrankungen, welche Herzinfarkte und Schlaganfälle zur Folge haben können.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall

Es ist erwiesen, dass eine gesunde Ernährung und Gewichtsverlust Bluthochdruck regulieren und die Cholesterinwerte verbessern, was schliesslich das Risiko vermindert, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen zu erkranken.

Krankheiten des Verdauungs-Systems

Ca. 15% der Deutschen leiden unter dem Reizdarmsyndrom und ca. 0,4 % unter Zöliakie, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, bei der das Immunsystem auf das Protein Gluten in Getreide reagiert. Beide Störungen können das Leben von Betroffenen stark beeinträchtigen. Bei Nichtbehandlung von Zöliakie kann sich zudem das Darmkrebsrisiko erhöhen.

Krankheiten des Verdauungs­systems

Studien haben gezeigt, dass eine bestimmte Lebensmittelgruppe, FODMAP genannt, Reizdarmsymptome verstärken kann. Wenn diese aus der Ernährung gestrichen werden, können die Symptome in 70% der Fälle gelindert werden. Bei Zöliakie ist es wichtig, Lebensmittel, welche Gluten enthalten, zu identifizieren und zu eliminieren, um die Erkrankung einzudämmen.

Allergien und Intoleranzen

20% aller Erwachsenen in Industrienationen geben Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) an. Die Laktoseintoleranz stellt dabei die häufigste Form der NMU in den westlichen Ländern dar. NMU können sich in Form von Hitzewallungen, Engegefühl, Kopfschmerzen, Hypotension, Hautreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Blähungen und Diarrhö äußern. Bei 1-2% der Erwachsenen liegt die spezielle Form der Nahrungsmittelallergie vor. Eine Nahrungsmittelallergie kann im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen systemischen Anaphylaxie, dem anaphylaktischen Schock, führen.

Allergien und Intoleranzen

Lebensmittel zu identifizieren und zu eliminieren, auf welche Sie allergisch reagieren, kann in gewissen Fällen lebensnotwendig sein. Bei der Mehrheit der Betroffenen mit leichten Allergien und  Intoleranzen verbessern sich die Symptome, wenn diese Lebensmittel vermieden werden und auf eine gesunde Ernährung geachtet wird.

Quellen

  • Bundesamt für Statistik. Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012
  • Bundesamt für Statistik. Todesursachenstatistik 2012
  • Schweiz Med Forum 2012;12(25):505–513
  • Tabák et al. Prediabetes: a high-risk state for diabetes development. Lancet 2012; 379: 2279–2290.
  • Wülker. Ars Medici 17, 2012
  • Vollenweider et al. Rev. Med. Suisse; 2: 2528-33
  • BAG, Zöliakie und Ernährung in der Schweiz – eine Standortbestimmung, Stellungnahme und Empfehlungen der Eidgenössischen Ernährungskommission 2010
  • Mitt. Lebensm. Hyg. 93 (2002) 537
  • Muir and Gibson. The low FODMAP diet for treatment of irritable bowel syndrome and other gastrointestinal disorders, Gastroenterology and Hepatology, 2013; 9(7): 450-452
  • Sicherer and Sampson. Food allergy: Epidemiology, pathogenesis, diagnosis, and treatment. J Allergy Clin Immunol, 2014; 133(2):291-307
  • Food.gov: Prevalence and incidence of food allergies and food intolerance (2006)

 

Ergänzungen DE:

  • Stephan C. Bischoff. Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Update; Thieme Verlag Gastroenterologie up2date 2012; 08(02): 143-161
  • S2k-Leitlinie: Zöliakie – Ergebnisse einer S2k-Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) gemeinsam mit der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG e.V.) zur Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität. AWMF online 04/2014
  • Gesundheit in Deutschland 2015- Einzelkapitel 11: Was sind die wichtigsten Ergebnisse?. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, getragen von RKI und Destatis
  • S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Thieme Verlag Z Gastroenterol 2011; 49; 237-293
  • PD Dr. med. A. Madisch, Klinikum Region Hannover GmbH. 15. Niedersächsisches Ernährungsforum “Ernährung als Medizin?” Darmgesundheit im Fokus von Prävention und Therapie – Das Reizdarmsyndrom: Klinik, Therapie, Lebensstil (Präsentation)
  • Prof. Dr. med. Margitta Worm und Dipl. troph. Sabine Dölle. Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Derma-Net-Online, BBS-Verlag, Wiesbaden 2013; Kapitel 4.7
  • Heidemann et al. Prävalenz und zeitliche Entwicklung des bekannten Diabetes mellitus. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt 2013 – 56: 668-677
  • RKI Faktenblatt zu DEGS1: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (2008-2011) – Prävalenz von Diabetes mellitus. (2016)
  • Mensink et al. Übergewicht und Adipositas in Deutschland – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt 2013, 56: 786-794
  • http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/herz-kreislauf-erkrankungen.php
  • Todesursachen nach Krankheitsarten 2014 – Grafik. Destatis – Statistisches Bundesamt.
  • Gesundheit in Deutschland 2015 – Einzelkapitel 02: Wie steht es um unsere Gesundheit. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, getragen von RKI und Destatis
  • Wittkamp et al. Prävalenz des Reizdarmsyndroms nach den Rom-III-Kriterien in Deutschland und Zusammenhänge mit potentiellen Risikofaktoren. Thieme Z Gastroenterol 2012; 50 – V36

Für Kinder & Jugendliche

Übergewicht und Adipositas

Unter den Kindern und Jugendlichen leidet etwa jeder siebte in Deutschland an Übergewicht oder Adipositas (BMI > 25). Übergewichtige Jugendliche werden meistens auch übergewichtige Erwachsene, sie leiden an hoher physischer und psychischer Belastung und ersten Beschwerden wie Kurzatmigkeit oder Rücken- / Gelenksbeschwerden. Außerdem können Gewichtsprobleme die Chancen bei Bildung, Beruf und Partnersuche beeinflussen. Im Erwachsenenalter erhöht Übergewicht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Krankheiten.

Übergewicht und Adipositas

Viele Studien haben gezeigt, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung und kontrollierte Portionengrössen zusammen mit körperlicher Betätigung der Schlüssel zu langfristiger Gewichtsabnahme sind. Eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen oder adipösen Kindern kann entscheidend sein, um Langzeitschäden wie Herzerkrankungen und Diabetes zu vermeiden sowie das psychische Wohlbefinden zu verbessern.

Diabetes mellitus Typ 1

Ca. 1 von 400-500 Neugeborenen in Deutschland entwickelt in den ersten 15 Lebensjahren einen Diabetes mellitus Typ 1. Damit erkranken jährlich etwa 2000 Kinder und Jugendliche. Der Umgang mit der Krankheit ist komplex und die Ernährung ist ein integraler Bestandteil der Behandlung.

Diabetes mellitus Typ 1

Radikale Blutzuckerwertkontrollen können Komplikationen der Diabetes verhindern oder verzögern. Das Wissen, wie man das Kohlenhydrat-Insulin Verhältnis berechnet und eine gesunde Ernährung aufrechterhalten kann, sind wichtige Elemente für diese Kontrollen.

Wachstum und Entwicklung

Die Bedeutung von Ernährung im Wachstum und in der Entwicklung eines Kindes nimmt immer mehr zu; es ist erwiesen, dass eine schlechte Ernährung schädliche Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche eines Kindes haben kann. Dazu gehören Bildungsschwäche und das Risiko, chronische Krankheiten wie Diabetes zu entwickeln.

Wachstum und Entwicklung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung von der Geburt bis ins Erwachsenenalter ist wichtig für das Wachstum und die Entwicklung eines Kindes, denn sie bringt Vorteile in unterschiedlichen Bereichen des körperlichen und psychischen Wohlbefindens. Dies ist von besonders hoher Bedeutung, wenn Kinder schwerwiegende Erkrankungen haben, welche ihr Wachstum einschränken, so wie zystische Fibrose und Krebs.

Allergien und Intoleranzen

Bei Kindern beträgt die Prävalenz der Nahrungsmittelallergien 4-8%, wobei sich diese Allergien häufig mit zunehmendem Alter wieder zurückbilden. Die Symptome bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten reichen von Magen-Darm-Beschwerden bis zu Hautreaktionen und können im Falle einer Allergie sogar zum Kreislaufversagen, dem anaphylaktischen Schock, führen.

Allergien und Intoleranzen

Lebensmittel zu identifizieren und zu eliminieren, auf welche ein Kind allergisch ist, kann in gewissen Fällen lebensnotwendig sein. Bei der Mehrheit der Betroffenen mit leichten Allergien und Intoleranzen verbessern sich die Symptome, wenn diese Lebensmittel vermieden werden und auf eine gesunde Ernährung geachtet wird.

Quellen

  • Gesundheitsbericht des Stadt Zürich (2011)
  • Flück et al. Hallo Frau Lehrerin, ich bin zuckerkrank! D-Journal, 133/1998
  • Food.gov: Prevalence and incidence of food allergies and food intolerance (2006)
  • Allergy UK
  • Scientific Advisory Committee on Nutrition: The influence of maternal, fetal and child nutrition on the development of chronic disease in later life (2011)

Ergänzungen DE:

  • Erste Ergebnisse zur KiGGS-Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deuschland. Robert-Koch-Institut (2006)
  • Diabetes mellitus. Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Robert-Koch-Institut / Statistisches Bundesamt; Heft 24 (2005)
  • Stephan C. Bischoff – Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Update. Thieme Gastroenterologie up2date 2012; 08(02): 143-161

Kosten

Mit einer ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung wird der größte Teil der Behandlungskosten normalerweise von der Krankenkasse übernommen. Dies gilt grundsätzlich für Krankheiten, die durch die Ernährung versursacht werden. Dazu gehören alle oben aufgeführte Krankheiten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob das in Ihrem Fall möglich und sinnvoll ist.

Die genaue Kostenübernahme wird von jeder Kasse unterschiedlich gehandhabt. Fragen Sie bei Ihrer Ernährungsberaterin nach einem Kostenvoranschlag für Ihre Krankenkasse.

Natürlich führen wir auch Ernährungsberatungen ohne ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung durch. Fragen Sie Ihre Beraterin nach den genauen Kosten.

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