Ärztin misst blutdruck

Wann ist der Blutdruck zu hoch?

Sie fühlen sich eigentlich gesund und fit – wieso sollten Sie sich also Gedanken um Ihrem Blutdruck machen? Das Tückische ist: Hoher Blutdruck tut oft lange Zeit nicht weh. In diesem Artikel erfahren Sie, ab wann Werte kritisch werden, wie Sie richtig messen und wie Sie selbst aktiv werden können. Zudem zeigen wir Ihnen, wie Oviva Sie dabei unterstützt, Ihre Werte dauerhaft in den Griff zu bekommen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 140/90 mmHg spricht man medizinisch von Bluthochdruck (Hypertonie).
  • Warnsignal: Bluthochdruck ist ein Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Handeln: Ein gesunder Lebensstil kann den Blutdruck oft effektiver senken als Medikamente allein. Oviva unterstützt Sie dabei.

Was bedeuten Blutdruckwerte eigentlich?

Der Blutdruck bezeichnet den Druck, den das Blut gegen die Gefässwände ausübt. Er ist nicht statisch, sondern passt sich ständig an – er steigt bei Belastung und sinkt in Ruhephasen. Er wird massgeblich durch die Herzleistung, den Gefässwiderstand und das Blutvolumen bestimmt.

Wenn Sie Ihren Blutdruck messen lassen, erhalten Sie immer zwei Werte (z. B. „120 zu 80“). Diese werden in der Masseinheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben:

  1. Systolischer Wert (der obere Wert): Dies ist der maximale Druck, der entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt.
  2. Diastolischer Wert (der untere Wert): Dies ist der minimale Druck im Gefässsystem, während sich der Herzmuskel entspannt und wieder mit Blut füllt.

Sowohl ein zu hoher systolischer als auch ein zu hoher diastolischer Wert können auf eine Hypertonie (Bluthochdruck) hinweisen. In den meisten Fällen sind beide Werte betroffen.

Tabelle: Welche Blutdruckwerte sind normal?

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch? Die medizinischen Fachgesellschaften haben klare Grenzen definiert. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht, wie Ihre Werte einzuordnen sind:

Kategorie Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimal unter 120 unter 80
Normal 120 – 129 80 – 84
Hochnormal 130 – 139 85 – 89
Leichte Hypertonie (Grad 1) 140 – 159 90 – 99
Mittelschwere Hypertonie (Grad 2) 160 – 179 100 – 109
Schwere Hypertonie (Grad 3) ab 180 ab 110

Ihr Blutdruck gilt als erhöht, sobald er dauerhaft bei 140/90 mmHg oder höher liegt. Wichtig: Bei der Selbstmessung zu Hause gelten oft schon Werte ab 135/85 mmHg als grenzwertig, da man in gewohnter Umgebung meist entspannter ist als in der Arztpraxis.

Blutdruck Tabelle nach Alter und Geschlecht

Mit dem Alter werden unsere Blutgefässe natürlich etwas unelastischer, was oft zu einem leichten Anstieg des Blutdrucks führt. Die folgende Tabelle zeigt Durchschnittswerte zur Orientierung:

Altersgruppe Frauen Männer
20 – 29  119/75 129/78
30 – 39 122/78 130/84
40 – 49  130/82 135/88
50 – 59  143/86 143/89
60 – 69  153/86 150/88
70 – 79  155/83 153/83

Diese Werte sind statistische Durchschnittswerte, keine Zielwerte für eine Therapie. Ihr individueller Zielwert sollte immer ärztlich besprochen werden.

Ich habe mich viel zurückgezogen und verbrachte sehr viel Zeit vor dem Fernseher oder generell zu Hause. Mit Hilfe von Oviva lernte ich meine Ernährung so umzustellen, dass ich nicht das Gefühl hatte, eine Diät zu machen. Ich ernährte mich einfach bewusster und hörte auf meinen Körper. Ich habe mittlerweile fast 20 kg verloren. Ich ziehe mich nicht mehr zurück und gehe regelmässig spazieren, treffe mich wieder mit Freunden und bin zudem viel zufriedener geworden. Ich bekomme viele Komplimente zum Abnehm-Erfolg. Das spornt mich an, weiterzumachen.

Adrianne B.

Welche Symptome verursachen Bluthochdruck?

Das Gefährliche an Bluthochdruck ist, dass er oft über Jahre hinweg keine spürbaren Beschwerden verursacht. Man nennt ihn daher auch den „stillen Killer“. Wenn Symptome auftreten, sind sie oft unspezifisch.

Mögliche Warnsignale können sein:

  • Morgendliche Kopfschmerzen (besonders am Hinterkopf)
  • Schwindelgefühle
  • Ohrensausen
  • Nasenbluten
  • Nervosität oder innere Unruhe
  • Kurzatmigkeit bei Belastung
  • Sehstörungen

Wann zum Arzt? Wenn Sie Werte von über 180/110 mmHg messen und gleichzeitig Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot, Sehstörungen oder Taubheitsgefühle haben, handelt es sich um einen medizinischen Notfall (hypertensive Krise). Rufen Sie in diesem Fall sofort den Notarzt.

Warum sind hohe Blutdruckwerte gefährlich?

Auch wenn Sie sich aktuell nicht krank fühlen: Dauerhafter Hochdruck schädigt Ihre Gefässe massiv. Die Gefässwände verhärten sich und verlieren ihre Elastizität (Arteriosklerose). Ihr Herz muss permanent gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen, was den Herzmuskel verdickt und auf Dauer schwächt.

Unbehandelter Bluthochdruck erhöht das Risiko für:

  • Herzinfarkt (etwa dreifach erhöht)
  • Schlaganfall (bis zu siebenfach erhöht)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen (pAVK)
  • Sehschäden durch Schädigung der Netzhaut

Im Gegensatz dazu ist ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) an sich meist ungefährlich, solange er keine Beschwerden wie Ohnmacht verursacht. Er schützt die Gefässe sogar eher.

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Eine einzelne Messung ist nur eine Momentaufnahme. Um verlässliche Werte zu erhalten, sollten Sie regelmässig messen und dabei folgende Regeln beachten:

  1. Die Ruhe bewahren: Setzen Sie sich vor der Messung 5 Minuten entspannt hin. Keine Ablenkung, kein Sprechen.
  2. Zeitpunkt: Messen Sie am besten morgens vor der Einnahme Ihrer Medikamente und abends.
  3. Position: Messen Sie immer im Sitzen. Die Manschette muss sich auf Herzhöhe befinden (bei Oberarmgeräten automatisch, bei Handgelenkgeräten den Arm entsprechend halten).
  4. Wiederholung: Messen Sie am besten zweimal im Abstand von 1–2 Minuten. Der zweite Wert ist meist der aussagekräftigere (bzw. der Mittelwert aus beiden).
  5. Dokumentation: Notieren Sie Ihre Werte. Noch einfacher geht es mit der Oviva App, in der Sie Ihre Werte protokollieren und den Verlauf verfolgen können.

Kann man Bluthochdruck vorbeugen oder senken?

Die gute Nachricht ist: Sie sind Ihrer familiären Vorbelastung nicht hilflos ausgeliefert. In den meisten Fällen (rund 90 %) handelt es sich um eine sogenannte primäre Hypertonie, die stark durch den Lebensstil beeinflusst wird.

Zu den wichtigsten Ursachen zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung (zu viel Salz, Fett, Alkohol) und Stress.

So hilft Ihnen Oviva, deine Werte zu verbessern

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Häufig gestellte Fragen

Melanie Donati

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Melanie Donati

Melanie Donati ist als qualifizierte Ernährungsberaterin bei Oviva Schweiz tätig. Sie unterstützt das Team und die Patienten mit ihrer umfangreichen Fachkenntnis und Berufserfahrung.

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