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Essstörungen: Ursachen, Symptome, Behandlung

Veröffentlicht von Oviva · Juli 29, 2022

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Essstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, von denen Millionen Menschen weltweit betroffen sind. Unbehandelt können diese zu massiven gesundheitlichen Einschränkungen führen und das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Die Erkrankungen gelten jedoch als gut behandelbar und App-gestützte Behandlungsformen wie Oviva helfen, einen schnellen Zugang zu einer Ernährungstherapie zu erhalten.

Das Wichtigste im Überblick

  •       Arten von Essstörungen: Bei einer Essstörung handelt es sich um eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Sie ist charakterisiert durch ein ungesundes Verhältnis zum Essen und zum Körper. Es gibt drei Hauptformen von Essstörungen: Magersucht, Bulimie sowie unkontrollierte Essanfälle, die auch in Mischformen auftreten können.
  •       Symptome von Essstörungen: Während sich eine Magersucht durch zwanghafte Gewichtsreduktion bemerkbar macht, gehen Binge-Eating und Bulimie mit unkontrollierter Nahrungsaufnahme einher. Bulimie wird auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet. Zudem können Schuldgefühle und andere psychische Belastungen mit einer Essstörung in Verbindung stehen.
  •       Behandlung und Therapie: Essstörungen sind behandelbar. Zur Therapie können verschiedene psychotherapeutische Verfahren zur Anwendung kommen. Diese Ansätze fließen auch in die individuelle Ernährungstherapie von Oviva ein.

        Ursachen und Folgen: Für eine Essstörung gibt es vielfältige Ursachen. Die Entstehung ist meist multifaktoriell bedingt, zudem tragen akute Belastungen zur Entstehung bei. Unbehandelt können sie zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und anderen Folgediagnosen führen, die Körper und Psyche betreffen.

Was ist eine Essstörung?

Eine Essstörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die behandlungsbedürftig ist. Die Essstörungen sind Erkrankungen, bei denen es aufgrund von „krankmachenden“ seelischen Belastungen zu körperlichen Schäden kommt. Sie stellen den Versuch dar, die Nahrungsaufnahme und damit den Körper zu manipulieren. In den meisten Fällen haben Betroffene das Ziel, Gewicht abzunehmen bzw. dieses zu kontrollieren. Menschen mit einer Essstörung verlieren die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme – sie verweigern Nahrung oder essen wahllos große Nahrungsmengen.           

Manche Menschen übertreiben es mit dem Essen von Zeit zu Zeit. Andere nehmen durch Diäten viel Gewicht ab. Nicht immer handelt es sich dabei um eine Essstörung. Wenn jedoch andere Faktoren wie Depressionen, Ängste und Stress hinzukommen, können diese Verhaltensweisen problematisch werden. Manche Menschen haben anfangs ein gesundes Körperbild, entwickeln aber schließlich eine Essstörung. Der Übergang von normalen zu abnormen Essgewohnheiten kann zunächst langsam erfolgen, sodass sich eine Essstörung oft schleichend entwickelt.

Welche Essstörungen gibt es?

Es gibt drei Hauptarten von Essstörungen. Diese können auch als „Mischformen“ auftreten. Essstörungen treten als Anorexie, als Bulimie oder als Binge-Eating-Störung in Erscheinung. Sämtliche Essstörungen sind behandelbar. Dabei sind Erfahrung und das Wissen um die individuellen Ausprägungen dieser Erkrankungen wichtig. Die App-begleitete Ernährungsberatung von Oviva unterstützt Betroffene aller Krankheitsbilder mit Expertise durch erfahrene Ernährungsfachkräfte.

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Was ist Anorexie?

Anorexie ist auch als Magersucht bekannt. Magersucht (Anorexia nervosa) gilt als eine psychische Störung, die durch eine extreme Angst vor Gewichtszunahme oder vor dem Dicksein gekennzeichnet ist. Menschen, die an Anorexie leiden, haben oft das Gefühl, zu dick zu sein, und versuchen mit ungesunden Methoden wie übermäßigem Fasten abzunehmen. Die Erkrankung führt häufig zu schwerer Unterernährung und kann tödlich enden, wenn sie nicht behandelt wird. Menschen, die an Magersucht leiden, verweigern oft tagelang die Nahrungsaufnahme. Die Diagnose wird mit Depressionen, Angstzuständen, Zwangsstörungen und anderen psychiatrischen Störungen in Verbindung gebracht.

Was ist Bulimie?

Bulimie (Bulimia nervosa, Bulimarexie) ist die sogenannte „Ess-Brech-Sucht“. Bulimie ist eine psychische Störung, die durch wiederkehrende Episoden von Essanfällen gekennzeichnet ist, gefolgt von „reinigendem Verhalten“ wie selbst herbeigeführtem Erbrechen, übermäßigem Sport oder der Verwendung von Abführmitteln. Zu den Hauptsymptomen gehören unkontrolliertes, übermäßiges Essen, Schuldgefühle nach dem Essen und häufiger Drang zum Erbrechen.

Was ist eine Binge-Eating-Störung?

Eine Binge-Eating-Störung (engl. „Binge Eating Disorder“, kurz BED) ist durch regelmäßige Essanfälle gekennzeichnet. Anders als bei der Bulimie kommt es hier aber nicht zu sogenannten „gewichtsregulierenden Maßnahmen“ wie Erbrechen, womit Betroffene versuchen, die übermäßige Kalorienaufnahme wieder zu kompensieren. Von einer Binge-Eating-Störung spricht man, wenn eine Person zu viel Nahrung auf einmal isst. Dies kann auf Stress, emotionales Essen, Depressionen oder andere Gründe zurückzuführen sein oder damit in Zusammenhang stehen. Übermäßiges Essen führt oft zu Diagnosen, wie Adipositas und Übergewicht.

Was sind die Symptome von Essstörungen?

Die Symptome von Essstörungen sind durch verschiedene Haupt- und Nebenerscheinungen geprägt. Das Hauptsymptom dieser Störungen ist die extreme Sorge um das Körperbild und das Gewicht. Menschen, die an einer Essstörung wie Magersucht leiden, machen oft zwanghaft Sport, halten Diät und schränken die Nahrungsaufnahme stark ein. Magersucht erkennt man häufig an Untergewicht, das mit Schwäche und Abgeschlagenheit verbunden ist.

Im Falle von Bulimie kann das regelmäßige Erbrechen ebenfalls zu entsprechenden Symptomen führen. Ob jemand an Bulimie leidet, ist aber nicht unbedingt an Über- oder Untergewicht zu erkennen. Personen mit Binge-Eating-Störung sind dagegen häufiger übergewichtig, da die Erkrankung mit einer übermäßigen Kalorienaufnahme verbunden ist.

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Welche Therapie gibt es für Essstörungen?

Es gibt verschiedene Therapien für Essstörungen, wie z.B. die kognitive Verhaltenstherapie, die dialektische Verhaltenstherapie und die Familiensystemtherapie. Die kognitive Verhaltenstherapie konzentriert sich auf die Veränderung negativer Gedanken und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Essstörungen. In der dialektischen Verhaltenstherapie lernen die Patient*innen, nicht hilfreiche Denkmuster zu erkennen und zu ändern. Die Familiensystemtherapie hilft Familien dabei, Probleme im Zusammenhang mit Essstörungen gemeinsam anzugehen. In die individuelle Ernährungstherapie von Oviva fließen diese und weitere Ansätze aus der Psychotherapie ein und erweitern sie um weitere wirksame Methoden. Oviva ersetzt dabei nicht die Psychotherapie, sondern ergänzt diese von der Ernährungsseite und durch zusätzliche persönliche Betreuung der Betroffenen.

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Ernährungstherapie für Essstörungen

Die Ernährungstherapie für Essstörungen ist eine spezielle Form der Behandlung, die sich auf die Verbesserung der Gesundheit durch die Ernährung konzentriert. Ziel ist es, Patient*innen bei der Genesung von Krankheiten zu helfen oder Diagnosen vorzubeugen. Die Ernährungstherapie bei Essstörungen konzentriert sich darauf, den Betroffenen zu helfen, zu verstehen, was sie zu einem ungesunden Essverhalten verleitet und wie sie mit ihren Emotionen umgehen können. Die Ernährungstherapeut*innen bei Oviva helfen ihren Patient*innen, Auslöser und Muster zu erkennen, die zu emotionalem Essen führen. Sie vermitteln auch Techniken zur Bewältigung von Stress und anderen Faktoren, die zu Essstörungen beitragen können. So können die Patient*innen mit der Zeit ein normales Sättigungsgefühl bekommen und nachhaltig abnehmen.

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Was sind die Ursachen für Essstörungen?

Die Ursachen für Essstörungen sind von Person zu Person unterschiedlich. Oft ist es eine Kombination von Faktoren wie Genetik, Familiengeschichte, Umwelt und psychologischen Problemen. Akute Belastungen, wie Stress oder Schicksalsschläge, können die Entstehung ebenso begünstigen oder auslösen. Da eine Störung des Essverhaltens jedoch auch durch eine körperliche Erkrankung ausgelöst werden kann, ist die Abklärung des wahren Grundes von großer Bedeutung. Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Essstörung. Diese sind psychischer Natur und können leicht mit Störungen des Essverhaltens aufgrund einer körperlichen Erkrankung verwechselt werden.

Welche Folgen haben Essstörungen?

Essstörungen haben ernstzunehmende Folgen, wenn sie nicht behandelt werden. Die damit verbundenen Verhaltensweisen führen oft zu ernsten gesundheitlichen Problemen wie Herzkrankheiten oder Diabetes und stehen häufig mit anderen psychischen Einschränkungen in Zusammenhang. Zudem sind Mangelerscheinungen wie eine Unterversorgung mit Vitaminen möglich, die zu Veränderungen des Hautbilds und Haarausfall führen. Damit es nicht so weit kommt, wenn Sie betroffen sind, stehen Ihnen die Therapiemöglichkeiten von Oviva zu jeder Zeit zur Verfügung. Eine individuelle Ernährungstherapie kann sowohl bei Essstörungen als auch bei einem als nicht normal empfundenen Essverhalten eingesetzt werden.

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Freundliche Ernährungsberaterin in einem Patientengespräch

Geprüft durch:

Veronika Albers
Veronika Albers ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als zertifizierte Ernährungsberaterin (VFED) bei Oviva. Sie glaubt an das hybride Ernährungsberatungsmodell – persönliche Beratung mit technischer Unterstützung der Oviva App.

Quellen:

1. https://www.bzga-essstoerungen.de/was-sind-essstoerungen/?L=0

2. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/essstoerungen.html

3. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Essstoerung-Diagnostik-Therapie_2020-03.pdf

4. https://www.bzga-essstoerungen.de/habe-ich-eine-essstoerung/liegt-bei-mir-eine-essstoerung-vor/